Negros ist die größte der zu den Philippinen gehörenden Visayas-Inseln und die drittgrößte Insel des gesamten Archipels. Hier wollten Martin und seine Partnerin Analiza eine schöne Zeit verbringen.

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"Wir sind seit dem 25. Februar auf den Philippinen in Valladolid auf der Insel Negros und haben von den hiesigen Medien am 15. März erfahren, dass bis zum 14. April ein sogenannter 'Lock-Down' verabschiedet wurde. Wir haben sofort reagiert und wollten in die Hauptstadt Manila. Wir hatten keine Chance, es war sofort alles dicht.

Wir wurden gebeten, uns bei der deutschen Botschaft in Manila zu melden und uns in einer Liste des Auswärtigen Amtes, der sogenannten Elefand-Liste, zu registrieren. Dem sind wir beides nachgekommen, haben unsere Daten auch in der deutschen Botschaft in Manila angegeben. Die Mitarbeiter der Botschaft haben telefonisch versichert, dass wir eine E-Mail bekommen, sobald eine Lösung in Sicht wäre. Zwei Tage später bekamen wir eine Nachricht von 'Elefand', wir sollten doch unsere Angaben überprüfen. Das haben wir versucht, konnten uns aber nicht mehr einloggen. Über die Internetseite der deutschen Botschaft wurde zwei Tage später entschuldigend berichtet, man habe Serverprobleme. Es wurde eine neue Plattform ausgearbeitet, die 'Rückhol-Aktion'. Auch dort habe ich uns registrieren lassen - und auch hier wieder: kein Feedback. Wir haben von der Rückhol-Aktion aus den Medien erfahren und fragen uns, was aus dem 50-Millionen-Paket geworden ist, das geschnürt wurde.

Vergebliches Warten auf Rückmeldung zerrt an Nerven

Wir haben bis heute auf irgendeine Antwort gewartet, müssen uns jeden Tag neu registrieren lassen, bekommen aber kein Feedback! Wir haben heute noch mal mit der deutschen Botschaft in Manila gesprochen. Es wurde geäußert, für uns und allen anderen auf Negros gibt es noch keine Lösung. Medienberichten zufolge haben die Western Visayas, eine Verwaltungsregion im Zentrum der Philippinen, heute einen totalen 'Lock-Down' verabschiedet.

Das heißt für uns: mehrmonatiger Aufenthalt! Wir haben von der Behörde heute ein Schreiben bekommen, dass nur noch eine Person das Haus verlassen darf. Wir machen uns Sorgen um den Arbeitsplatz, die Wohnung.

Die Äußerung von Herrn Maas, dass die Rückholaktion von Urlaubern aus den Haupturlaubsländern beendet ist, ist Gift für die Zurückgebliebenen. Wir fühlen uns verarscht und vergessen!

Hier gibt es weitere Geschichten im Podcast von "Logbuch Quarantäne":