Deutschland ist mit Kontaktbeschränkungen belegt. Nicht-Angehörige sollen - sofern dies möglich ist - einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten, um sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren. Nun behaupten aber US-Forscher, der Abstand müsse viel größer sein.

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Um die Ausbreitung des Coronavirus auf ein Minimum zu reduzieren, führte die Bundesregierung Kontaktbeschränkungen in Deutschland ein. So soll unter anderem vorübergehend ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Nicht-Angehörigen eingehalten werden, wo immer es in der Öffentlichkeit möglich ist.

Nun haben sich aber US-Forscher zu Wort gemeldet. Sie sagen, dass ein Abstand von 1,5 Metern zueinander nicht ausreicht, um sich vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Der Abstand müsse bei mindestens 6 Metern liegen, schreiben die Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in einer Studie, wie "The Daily Telegraph" berichtet.

Ist Mindestabstand von 1,5 Metern zu wenig?

"Die beim Niesen ausgestoßenen Viruströpfchen können sich in einer feuchtwarmen Umgebung mit einer Geschwindigkeit von zehn bis 30 Metern pro Sekunde fortbewegen. Dadurch entsteht eine Wolke, die sich über eine Länge von etwa sieben bis acht Metern erstrecken kann", zitiert die britische Tageszeitung die Forscher.

Und damit nicht genug: Wie es weiter heißt, können die Tröpfchen mehrere Stunden in der Luft schweben und durch Lüftungssysteme in Supermärkten oder öffentlichen Verkehrsmitteln auch leicht ihre Richtung ändern, so die Wissenschaftler.

Deutsche Wissenschaftler halten nichts von der Wolken-Theorie

Wie die Forscher zu ihrem Ergebnis gekommen sind, wird nicht erklärt. Deutsche Wissenschaftler halten die sogenannte Wolken-Theorie unterdessen für nicht zutreffend.

"Es (das Virus, Anm. d. Red.) wird ausgehustet und steht als grobes bis mittelgroßes tröpfiges Aerosol in der Luft. Und das fällt relativ schnell zu Boden. Das ist nicht so, dass so ein Virus als Wolke in der Luft steht und stundenlang bleibt und sich auch noch in den Nachbarraum verteilt", erklärte etwa kürzlich der Charité-Virologe Christian Drosten im NDR-Podcast.

Verwendete Quellen:

  • telegraph.co.uk: Social distancing: new study suggests two metres is not enough
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