• 05:09 Uhr: ➤ RKI meldet fast 30.000 Neuinfektionen - deutlich über Vorwochenniveau
  • 04:40 Uhr: Nationale Sicherheit: London hält Zahlen über Impfstoffexporte zurück

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➤ RKI meldet fast 30.000 Neuinfektionen - deutlich über Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:03 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

In seinem aktuellen Lagebericht von Mittwochabend schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort."

Rund um die Osterfeiertage war laut RKI weniger getestet und gemeldet worden. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.407 Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,2 an, vor vier Wochen lag sie bei 90,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.073.442 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.736.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79 381.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 1,11 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Umfrage: Schlechte Homeoffice-Bedingungen machen viele Menschen krank

06:02 Uhr: Mehr als jeder dritte Homeoffice-Nutzer klagt einer neuen Umfrage zufolge über gesundheitliche Probleme wegen eines schlechten Arbeitsplatzes.

In einer Erhebung des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag des Stuttgarter Prüfkonzerns Dekra gaben 36 Prozent der befragten Heimarbeiter an, dass bei ihnen aufgrund eines "mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes" Verspannungen sowie Rücken- oder Kopfschmerzen aufgetreten seien. Frauen sind demnach davon etwas häufiger betroffen als Männer. Die Umfrageergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur vorab vor.

34 Prozent der Befragten bemängelten darüber hinaus eine fehlende oder unzulängliche Arbeitsausstattung, zum Beispiel einen zu kleinen Bildschirm oder instabiles Internet. 32 Prozent stellten laut Erhebung bei sich längere Arbeitszeiten oder Arbeitsphasen zu für sie untypischen Zeiten - etwa am Abend oder am Wochenende - fest.

Als weitere größere Probleme empfanden Homeoffice-Beschäftigte Störungen durch die Wohnsituation oder den Alltag, etwa durch Familienangehörige oder Nachbarn (30 Prozent), sowie Störungen wegen nicht klar von der Restwohnung abgegrenzter Arbeitsbereiche (27 Prozent). 23 Prozent fehlten laut Umfrage die Wahrnehmung durch den Arbeitgeber oder die Aufmerksamkeit des Chefs, 21 Prozent beklagten Probleme mit der IT-Ausstattung.

Nach einer Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Februar ist im Corona-Jahr 2020 bundesweit allein die Zahl der Krankheitstage von Arbeitnehmern wegen Rückenschmerzen deutlich gestiegen. Insgesamt ging die Zahl der Ausfalltage mit dieser Diagnose demnach im Vorjahresvergleich um sieben Prozent nach oben.

Nationale Sicherheit: London hält Zahlen über Impfstoffexporte zurück

04:40 Uhr: Unter Verweis auf die nationale Sicherheit verzögert die britische Regierung Angaben zu Impfstoffexporten.

In einem Schreiben an die Deutsche Presse-Agentur (dpa) betonte das Außenministerium in London, die Informationen seien vorhanden. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob es im öffentlichen Interesse liege, sie zu veröffentlichen. Eine Antwort könne daher frühestens im Mai erfolgen.

Die dpa hatte in einem sogenannten Freedom of Information Request um Auskunft gebeten, wie viele Impfstoffdosen aus Großbritannien bis zum 10. März exportiert wurden und in welche Länder sie gingen. Diese Anfragen müssen in der Regel innerhalb von 20 Werktagen beantwortet werden.

Die EU hatte Großbritannien vorgeworfen, Impfstoffexporte zu blockieren, und führte unter anderem deswegen einen Exportkontrollmechanismus ein. London wies den Vorwurf zurück und bezichtigte die EU, ihrerseits mit dem Mechanismus Impfnationalismus zu betreiben.

Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden allein bis Ende März mehr als 20 Millionen Dosen Impfstoff vom Kontinent nach Großbritannien geliefert. Ob und wie viele in die andere Richtung gingen, ist nicht genau bekannt. Nach EU-Angaben war es so gut wie nichts.

Beide Seiten verhandeln derzeit über eine längerfristige Lösung beim Streit um Impfstoffe. Ausgang offen.

Zweite Corona-Welle trifft Argentinien: Regierung verhängt Lockdown

03:12 Uhr: Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien hat die Regierung in Buenos Aires für große Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Im Großraum Buenos Aires gilt ab Freitag von 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr eine Ausgangssperre, wie Präsident Alberto Fernández am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.

Ausgenommen sind lediglich Arbeiter in essenziellen Sektoren. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden untersagt.

Schulen und Kindergärten schließen bis Ende April. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen - das entspricht rund 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung.

Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Argentinien neue Höchstwerte erreicht. Am Dienstag wurden gut 27.000 neue Corona-Fälle registriert - so viel wie niemals zuvor seit Beginn der Pandemie vor etwa einem Jahr.

Am Mittwoch meldeten das Gesundheitsministerium 368 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 - so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land rund 2,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 58.500 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben.

Intensivmediziner: Keine Zeit zu diskutieren - "Fünf nach zwölf"

01:03 Uhr: Deutschlands Intensivmediziner fordern von der Politik sofort harte Corona-Schutzmaßnahmen. "Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren", warnte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, im "Tagesspiegel" am Donnerstag.

Der frühere Präsident der Vereinigung, Uwe Janssens, sagte an die Politik gewandt im Fernsehsender Phoenix: "Wir haben fünf nach zwölf, ihr müsst jetzt handeln, es muss jetzt eine Strategie verfolgt werden, die bundesweit einheitlich gilt."

Wären die vor Wochen beschlossenen Maßnahmen flächendeckend umgesetzt worden, hätte man die aktuelle Entwicklung mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen noch abschwächen können. Karagiannidis sagte, den Tod seien Intensivmediziner zwar gewohnt - "aber so etwas hat es noch nicht gegeben".

Das Intensiv-Register verzeichnet täglich die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern. Seit Mitte März macht sich das verstärkte Infektionsgeschehen auch auf den Intensivstationen bemerkbar.

Die Vereinigung erwartet, dass der bisherige Höchststand von etwa 6.000 COVID-19-Intensivpatienten noch im April wieder erreicht wird. Wenn das geplante Bundesgesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7.000 steigen, hatte der jetzige Divi-Präsident Gernot Marx bereits prognostiziert.

"Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden", sagte er.

Alle Corona-Meldungen vom 14. April zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
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Die Vorbereitung zählt: So meistern Sie eine mögliche Quarantäne

Die Corona-Pandemie dauert weiter an, die Fallzahlen stiegen zuletzt stetig. Dabei ist längst klar: Es kann jeden treffen - ob nun als Erkrankten oder als Kontaktperson. Was folgt, ist die Isolation oder häusliche Quarantäne. Mit diesen Tipps wird die Zeit so angenehm wie möglich.