Großbritannien verzeichnet mit 6.634 Fällen die höchste Corona-Fallzahl seit Beginn der Pandemie. Der schwedische Fußball-Profi Zlatan Ibrahimovic hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Alle Corona-Meldungen vom 24. September zum Nachlesen.

  • Donnerstag, 23:09 Uhr: Nur noch 1.000 Zuschauer bei French Open zugelassen
  • Donnerstag, 19:05 Uhr: Großbritannien verzeichnet höchste Corona-Fallzahl seit Beginn der Pandemie
  • Donnerstag, 17:24 Uhr: Milan-Profi Zlatan Ibrahimovic mit dem Coronavirus infiziert

Top-News: Großbritannien verzeichnet höchste Corona-Fallzahl seit Beginn der Pandemie

Donnerstag 19:05 Uhr: Mit 6.634 neuen registrierten Fällen von Corona-Infektionen hat Großbritannien den höchsten Stand innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie erreicht. Das teilte die zuständige Regierungsbehörde am Donnerstag mit. Allerdings wurde im Frühjahr noch deutlich weniger getestet - das heißt, mehr Fälle blieben unentdeckt. 40 weitere Menschen starben an oder mit einer Coronavirus-Infektion. Mit mehr als 40.000 Toten ist das Vereinigte Königreich in absoluten Zahlen das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa.

Angesichts der stark steigenden Zahlen gelten auch wieder schärfere Schutzmaßnahmen: Pubs und Restaurants müssen in England um 22 Uhr schließen. Zudem wurde die Maskenpflicht auf Taxis und weitere Geschäfte ausgeweitet. Die Regierung forderte Arbeitnehmer auf, wenn möglich, wieder von zuhause aus zu arbeiten.

Führende Gesundheitsexperten halten die Maßnahmen für nicht weitreichend genug. In Schottland und Nordirland gelten bereits schärfere Regeln - dort dürfen sich bis auf wenige Ausnahmen keine verschiedenen Haushalte mehr miteinander treffen.

Weitere Corona-Meldungen vom 24. September in der Blog-Nachlese:

Corona-Beschränkungen: Nur noch 1.000 Zuschauer bei French Open

23:09 Uhr: Unmittelbar vor dem Beginn der French Open ist die maximale Besucherzahl für das Tennis-Turnier in Frankreich coronabedingt reduziert worden. Bei der Großveranstaltung seien nur noch höchstens 1.000 Besucher zugelassen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am späten Donnerstagabend unter Berufung auf das Amt von Premierminister Jean Castex.

Der neue Schritt kam nicht ganz überraschend: Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits am Mittwoch eine Begrenzung der Besucherzahlen bei Großveranstaltungen angekündigt. In Zonen der "hohen Alarmstufe", zu welchen auch Paris gehört, sollten demnach nach Absprache mit der zuständigen Polizei dann nur noch 1.000 Menschen erlaubt sein.

Libanon meldet höchste Zahl von Corona-Neuinfektionen an einem Tag

21:40 Uhr: Der Libanon hat die höchste Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem einzigen Tag seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Das Gesundheitsministerium des Landes im Nahen Osten meldete am Donnerstag 1.027 neue Fälle. Laut Ministerium sind 21 der Fälle von Einreisenden aus dem Ausland eingeschleppt worden. Damit stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle seit dem 21. Februar auf 32.819. Bisher wurden im Libanon 329 Todesfälle in Verbindung mit einer COVID-19-Erkrankung registriert.

Die Zahl der Neuinfektionen im Libanon ist besonders seit der Explosion im Hafen der Hauptstadt Beirut am 4. August deutlich gestiegen, bei der mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen waren. Wegen des Anstiegs der Infektionszahlen verschob der Libanon den Beginn des neuen Schuljahres bis zum 12. Oktober.

Spanien übertrifft die Marke von 700.000 Corona-Infektionen

21:00 Uhr: Der Corona-Hotspot Spanien hat als erstes Land Westeuropas die Marke von 700.000 registrierten Infektionen gebrochen. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Donnerstagabend 10.653 neue Ansteckungen, wodurch die Gesamtzahl der Fälle auf mehr als 704.000 kletterte. Hinter Spanien folgt mit weitem Abstand Frankreich mit rund 520.000 Infektionen vor Großbritannien (gut 410.000) und Italien (gut 300.000). In Deutschland wurden bisher rund 280.000 Fälle gezählt.

Die Zahl der Bürger, die mit COVID-19 starben, lag am Donnerstag in Spanien nach amtlichen Angaben bei über 31.000. Hier liegt Spanien allerdings deutlich hinter Großbritannien (rund 42.000) und Italien (knapp 36.000) und etwa gleichauf mit Frankreich.

Besonders angespannt bleibt die Lage in der Region um die Hauptstadt Madrid, die am Donnerstag 4350 Fälle (über 40 Prozent aller Neuinfektionen) verzeichnete. "Madrid hat schwere Wochen vor sich", sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Donnerstag vor Journalisten. Die konservative Regionalregierung will am Freitag neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekanntgeben.

Erst am Montag waren dort Absperrungen von zahlreichen vorwiegend einkommensschwachen Gebieten der Region in Kraft getreten, in denen die Zahl der Neuinfektionen zum Teil bei weit über 1.000 pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen lag. Dort dürfen die Menschen ihr Haus nur mit triftigen Gründen verlassen, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen oder Einkäufe zu tätigen. Die Abriegelungen, von denen etwa
850.000 der insgesamt 6,6 Millionen Einwohner Madrids betroffen sind, gelten zunächst für zwei Wochen.

Stürmer-Star Ibrahimovic positiv auf Corona getestet

17:10 Uhr: Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic (38) vom AC Mailand ist positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Das gaben die Italiener vor dem Spiel in der Europa-League-Qualifikation gegen den norwegischen Klub FK Bodo/Glimt am Donnerstagabend bekannt.

"Wir haben die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert und der Spieler hat sich umgehend in Quarantäne begeben", teilte Milan mit. Alle anderen Tests beim Team des Schweden seien negativ ausgefallen.

Ibrahimovic war zur laufenden Saison zu den Rossoneri zurückgekehrt und hatte am 1. Spieltag der Serie A zuletzt einen perfekten Einstand gefeiert. Beim ungefährdeten 2:0 gegen FC Bologna erzielte der exzentrische Angreifer beide Treffer (35./51., Foulelfmeter). "Ich bin wie Benjamin Button. Ich wurde alt geboren, und ich werde jung sterben", sagte der bald 39-Jährige danach.

Neue Corona-Quarantäneverordnung für Einreisen nach Deutschland ab 15. Oktober

16:50 Uhr: Zeitgleich mit einer für den 15. Oktober geplanten Einführung einer digitalen Anmeldung für nach Deutschland einreisende Menschen sollen die Bundesländer neue Quarantäne-Regeln beschließen. Anmelden muss sich über das neue Online-Portal demnach nur, wer sich vorher in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten hat.

Die neue Teststrategie für Einreisende "wird auf der Basis einer neuen Rechtsgrundlage eingeführt", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Hierfür erarbeitete das Ministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium eine neue Musterquarantäneverordnung, die dann jeweils von den Ländern in eigener Verantwortung in Kraft gesetzt werden müsse. "Die digitale Einreiseanmeldung wird aus diesem Grund ebenfalls erst zu diesem Zeitpunkt - am 15. Oktober - eingeführt".

Nach dpa-Informationen erhält, wer seine Angaben in dem Portal eingibt, eine Bestätigung, die er bei einer Kontrolle - etwa am Flughafen durch die Bundespolizei - vorzeigen soll.

Gleichzeitig gehen die Daten auch an das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Wer seiner Verpflichtung zur Anmeldung nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld. Ausnahmeregelungen soll es weiterhin für Berufspendler und andere Reisende im sogenannten kleinen Grenzverkehr geben.

Um zu garantieren, dass alle Gesundheitsämter bis Mitte Oktober technisch in der Lage sein werden, die Daten auf einem sicheren Weg zu erhalten, soll es neben einer VPN-Tunnel-Lösung übergangsweise auch eine Möglichkeit zum Datenabruf von einem sicheren Portal der Deutschen Post geben.

Pariser Krankenhäuser reduzieren Operationen wegen Corona

16:25 Uhr: Wegen der angespannten Corona-Lage wollen die Pariser Krankenhäuser die Zahl der Operationen um rund 20 Prozent reduzieren.

Da derzeit mehr als 25 Prozent der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt seien, sei eine Reduzierung chirurgischer Eingriffe ab dem Wochenende notwendig, sagte der stellvertretende Direktor des Pariser Krankenhausverbunds, François Crémieux, am Donnerstag nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP. Es sollen nur jene Operationen abgesagt oder verschoben werden, bei denen dies keine Gefahr für die Patientinnen und Patienten bedeutet.

Gesundheitsminister Olivier Véran hatte am Mittwochabend strengere Regeln für Städte wie Paris, Lille oder Rennes angekündigt. So sollen Bars ab 22 Uhr schließen. Die erlaubte Personenzahl bei Großveranstaltungen soll von 5.000 auf 1.000 reduziert werden.

Bürgermeisterin Anne Hidalgo sieht die neuen Regelungen teilweise kritisch. In Paris hatte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt die Marke von 200 pro 100.000 Einwohner überschritten, das Vierfache des Corona-Warnwerts.

In ganz Frankreich wurden erneut mehr als 13.000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden registriert, das ist einer der höchsten Werte seit Beginn der Pandemie. Allerdings werden inzwischen mehr als 1,2 Millionen Tests wöchentlich gemacht, während im Frühjahr noch kaum Tests zur Verfügung standen.

Merkel: Pandemiebedingte Einschränkungen müssen gut begründet sein

15:44 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für ein transparentes Vorgehen der Regierungen in der Coronakrise geworben.

"Unser politisches Handeln basiert auf Forschung und auf Fakten, die verständlich und nachvollziehbar vermittelt werden müssen, um Desinformation, Verschwörungstheorien und fatale Rückschlüsse daraus entgegen zu wirken", sagte Merkel (CDU) am Donnerstag in einer Video-Ansprache bei einem virtuellen Gipfel der "Open Government Partnership" für transparente Regierungsführung, einer Nebenveranstaltung der momentan stattfindenden UN-Generaldebatte in New York.

Bei jeder staatlichen Maßnahme zum Schutz vor der Pandemie müsse abgewogen werden, ob sie zielführend und verhältnismäßig sei und ob es bessere Maßnahmen gebe.

"Und zeitweilige pandemiebedingte Einschränkungen unseres Lebens müssen sehr gut begründet sein", sagte Merkel weiter. Die Bundeskanzlerin betonte dabei auch die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit.

Globale Aufgaben ließen sich nur global lösen. Es gelte, multilaterale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO zu stärken.

Österreich will "Ski-Vergnügen ohne Après-Ski" in der Coronakrise

15:24 Uhr: Après-Ski in Österreich findet in der bisherigen Form in diesem Winter wegen der Coronakrise nicht mehr statt. Gedrängtes Stehen soll es in Bars und auf Terrassen nicht mehr geben, Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden.

Das kündigte die österreichische Regierung am Donnerstag an. "Ski-Vergnügen ja, aber ohne Après-Ski", fasste Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zusammen. Viele Menschen wollten noch immer nicht wahrhaben, "dass die Infektionszahlen zu hoch sind", sagte Kurz.

"Wir müssen das Wachstum stoppen." Es gehe nicht nur um die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch um die Arbeitsplätze. Der Tourismus sei "Teil unserer Identität", sagte der Regierungschef.

Tirols Landeschef Günther Platter begrüßte die Regeln. Après-Ski mache nur 3 Prozent der Wertschöpfung im Wintertourismus seines Bundeslands aus.

Die Après-Ski-Regeln sind Teil eines Gesamtkonzepts für den Ski-Tourismus. So sei in Seilbahnen ein Abstand von einem Meter und Maskenpflicht vorgeschrieben, Skischulen sollten höchstens zehn Schüler pro Gruppe haben und die Durchmischung zwischen Gruppen verhindern, kündigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) an.

Außerdem sollen sich auch Skilehrer und Reisebegleiter zusätzlich zu Hotelmitarbeitern regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen.

Österreichs Skiorte - vor allem Ischgl - waren im vergangenen Winter ein Corona-Hotspot. Unzählige Touristen steckten sich mit dem Virus an und brachten dieses dann mit in ihre Heimatländer. Davon betroffen waren auch viele deutsche Urlauber.

Am Mittwoch wurden in Österreich deshalb die ersten Musterklagen eingereicht. Den Behörden wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen des Corona-Ausbruchs reagiert und damit der Ausbreitung in ganz Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben.

Lufthansa will Corona-Schnelltests für Passagiere anbieten

15:03 Uhr: Mit verbindlichen Corona-Schnelltests unmittelbar vor dem Abflug will der Lufthansa-Konzern wieder mehr Flugreisen auf interkontinentalen Strecken ermöglichen.

Zunächst geht es um ein Pilotprojekt auf einigen Verbindungen in die USA, das noch im Oktober starten soll, wie ein Sprecher am Donnerstag in Frankfurt bestätigte. Negative Testergebnisse sollten die Passagiere von den geltenden bilateralen Einreiseverboten befreien. Dazu bräuchte es auch die Zustimmung der beteiligten Regierungen.

Die Luftverkehrsbranche sieht die Tests auch als Alternative zu den beispielsweise in Deutschland geplanten Quarantänevorschriften bei Einreisen aus Risikogebieten. Der Airlineverband IATA geht davon aus, dass Antigen-Tests zum Stückpreis unter zehn Euro erhältlich sein werden und innerhalb von 15 Minuten sichere Ergebnisse liefern.

Medizinisches Personal sei nicht nötig. IATA-Präsident Alexandre de Juniac hatte sich am Dienstag für eine Testpflicht auf sämtlichen Flügen ausgesprochen, wobei die Kosten von staatlicher Seite getragen werden sollten.

Man stehe mit mehreren Pharmaherstellern und Dienstleistern im Kontakt, erklärte ein Sprecher der Lufthansa. In den nächsten Wochen sollten erste Chargen bestellt und den Kunden angeboten werden.

Lufthansa will die Tests voraussichtlich nicht mit eigenem Personal durchführen. Schon bislang hat das Unternehmen bei den freiwilligen Tests am Frankfurter Flughafen auf die Dienste des Anbieters Centogene zurückgegriffen. Denkbar ist auch eine Verlagerung der Kosten auf die Passagiere.

Polen verzeichnet Höchstwert bei nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen

14:22 Uhr: Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Donnerstag verzeichneten die Behörden 1.136 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte.

Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 183 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um Warschau (149) und Pommern im Westen (143) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert wurde am Samstag erfasst, er betrug 1.002 Neuinfektionen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. "Es geht um kleine Ausbrüche, von denen es viele gibt. Das ist ein Effekt von mehr zwischenmenschlichen Kontakten."

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 82.809 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. 2369 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Zahl erfasster Corona-Toter im Iran steigt auf über 25.000

13:07 Uhr: Die Zahl der offiziell registrierten Corona-Toten im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf über 25.000 gestiegen. Allein in den letzten 30 Tagen starben fast 5.000 mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten.

Im gleichen Zeitraum gab es über 80.000 Neuinfektionen. Am Donnerstag lag die Zahl erfasster Todesfälle bei 25.015, die der bisher gemeldeten Infizierten bei 436.319, wie Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen sagte.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Beginn einer "dritten Welle" der Pandemie im Iran nur noch eine Frage der Zeit. Sie könnte nach Einschätzung von Gesundheitsexperten noch weitaus schlimmer werden als die ersten beiden. Kritische Engpässe bei der medizinischen Versorgung infizierter Patienten seien möglich. Besonders schlimm ist die Lage derzeit in den Großstädten, vor allem in der Hauptstadt Teheran mit seinen über 13 Millionen Einwohnern.

Präsident Hassan Ruhani ist der Ansicht, dass die Pandemie ein längerfristiges Problem und ein Lockdown daher keine ideale Lösung sei. Aber die steigenden Fallzahlen und die Befürchtungen der Experten haben auch ihn umgestimmt. "Bei einer neuen Infektionswelle werden wir wohl gezwungen sein, einige Einschränkungen wieder einzuführen", teilte er auf seiner Webseite mit.

Drosten erläutert seine Bemerkungen zum Corona-Pandemie-Verlauf

12:49 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten hat seine am Mittwoch bekanntgewordenen Äußerungen zum Verlauf der Corona-Pandemie erläutert. Er habe bei dem bereits vor Wochen geführten Interview einen sehr weiten Zeitrahmen gespannt, sagte Drosten in einem ZDF-Beitrag. Aus einer Perspektive im Sommer habe er gemeint: Das wird noch mal kommen. "Hier geht es jetzt nicht darum zu warnen vor der nächsten Woche oder so etwas, sondern es geht um eine weltweite Perspektive, und weltweit geht es tatsächlich jetzt richtig los."

Die Anmerkung bezieht sich auf ein im Vorfeld der im Oktober anstehenden Gesundheitskonferenz World Health Summit in Berlin am Mittwoch veröffentlichtes Interview. "Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns", erklärt Drosten darin.

Nach Angaben des World Health Summit vom Donnerstag wurde das Interview am 13. August geführt. Der Erscheinungstermin sei mit allen Beteiligten abgestimmt gewesen - auch Drosten war der Termin demnach bekannt.

Corona-Ausbruch in Hamm: Mehr als 40 Schulkinder betroffen

12:35 Uhr: Vom Corona-Ausbruch in Hamm nach einer Hochzeitsfeier sind auch viele Schulkinder betroffen. "Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen", sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. Derzeit seien neun Schulen betroffen. Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit.

"Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet." Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben.

Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz. "Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erstmal weiter zur Schule gehen", sagte der Sprecher weiter.

Am Mittwoch hatte die Stadt die Zahl der aktuell Infizierten mit 179 angegeben. Bei mehr als 100 davon sieht die Stadt einen Zusammenhang mit der Hochzeit.

Neun Infizierte würden im Krankenhaus behandelt, sagte der Sprecher. Unter den neun sei eine Patientin, die intensivmedizinisch behandelt werde. Auch bei ihr gebe es einen Zusammenhang mit der Hochzeit, so der Sprecher weiter.

In Hamm gilt als Auslöser der dortigen Corona-Welle eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Die Stadt hat mittlerweile knapp 330 Menschen aus Hamm ausfindig gemacht, die an den Feierlichkeiten teilgenommen hatten.

Die Stadt hatte am Mittwoch 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet. Das Robert Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Donnerstagmorgen einen Wert von 88,2 aus.

Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, dürfen sich bis auf Weiteres in Hamm maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten.

Auch wurde die Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt. Private Feiern mit mehr als 24 Personen müssen gemeldet werden, ab 50 ist bis zu einer Höchstgrenze von 150 eine Genehmigung erforderlich.

Verschärfung der Corona-Auflagen für Privatfeiern in NRW geplant

12:06 Uhr: Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften in Nordrhein-Westfalen nun landesweit verschärft werden.

"Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2.

Außerdem sei dabei ein Verantwortlicher zu benennen und eine Gästeliste einzureichen. "Dann kann das Ordnungsamt solche Feiern auch mal kontrollieren", sagte Laumann.

Die Feier in Hamm sei größer gewesen als erlaubt. Außerdem sei die Teilnehmerliste nicht in Ordnung gewesen, was die Nachverfolgung erschwere. Die Feier hätte so gar nicht stattfinden dürfen.

Das Robert Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Donnerstagmorgen einen Wert von 88,2 aus. Seit Mittwoch dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten.

Studie warnt vor Gesichtsschilden als Corona-Schutz

11:45 Uhr: Wer anstelle einer Maske ein Gesichtsschild trägt, könnte die Gefahr erhöhen, seine Mitmenschen mit dem Coronavirus anzustecken. Das haben Forscher des japanischen Riken Center for Computational Science in Kobe herausgefunden.

Nach Angaben der Forscher würden die Plastikschilde mikroskopische Partikel kaum eindämmen. Die Visiere sein nur dafür geeignet, die Verbreitung großer Tröpfchen zu verhindern. Im Bezug auf Partikel von fünf Mikrometern oder kleiner seien sie aber nutzlos.

Die Wissenschaftler kamen deshalb zu dem Schluss, dass die Gesichtsschilde zwar ihren Träger vor den von anderen Personen ausgestoßenen Tröpfchen schützen könnten, umgekehrt sei das aber nicht der Fall.

Um das herauszufinden, hatten die Wissenschaftler die Verteilung von Aerosolen mittels des Supercomputers "Fugaku" berechnet. Basierend auf diesen Erkenntnissen warnt Professor Makoto Tsubokura von der Universität in Kobe davor, die Visiere anstelle von Masken zu verwenden.

Wie er der britischen Zeitung "The Guardian" sagte, sei "die Wirksamkeit von Gesichtsschilden bei der Verhinderung der Ausbreitung von Tröpfchen aus dem Mund einer infizierten Person im Vergleich zu Masken leider begrenzt".

Dass Gesichtsschilde als Mittel zum Infektionsschutz ungeeignet sind, hatten zuvor auch US-Forscher der Florida Atlantic University in einer Studie gezeigt

Corona-Welle: EU-Kommission mahnt dringend zum Gegensteuern

11:41 Uhr: Wegen überall steigender Corona-Zahlen hat Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die EU-Staaten dringend aufgefordert, sofort gegenzusteuern. "Das ist womöglich unsere letzte Chance, eine Wiederholung des Geschehens im Frühjahr zu vermeiden", warnte Kyriakides am Donnerstag in Brüssel.

Die Zahlen gemeldeter Corona-Infektionen seien seit August in der ganzen Europäischen Union und in Großbritannien stetig gewachsen und lägen nun teils höher als auf dem ersten Höhepunkt der Pandemie im März.

Die bisherigen Gegenmaßnahmen seien nicht immer ausreichend gewesen. Deshalb müssten die EU-Staaten beim ersten Anzeichen für einen neuen Ausbruch sofort einschreiten, forderte die Kommissarin.

Dazu zählte sie verstärkte Tests, Rückverfolgung von Kontakten, bessere Überwachung der öffentlichen Gesundheit, besseren Zugang zu Schutzkleidung und Medikamenten sowie die Stärkung der Kapazitäten in Krankenhäusern.

Auch die Chefin der EU-Seuchenbehörde ECDC, Andrea Ammon, zeigte sich besorgt. "Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, die nötigen persönlichen Schutzmaßnahmen einzuhalten, also Abstand halten, Handhygiene und zu Hause bleiben, wenn man sich krank fühlt", betonte Ammon. "Die Pandemie ist längst nicht vorbei, und wir dürfen nicht unachtsam werden."

Wirtschaftsminister Altmaier "vorsorglich" in Corona-Quarantäne

10:15 Uhr: Ebenso wie Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Corona-Quarantäne begeben.

Altmaier teilte am Mittwochabend über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, er befinde sich "vorsorglich" in häuslicher Isolation. Am Nachmittag habe er erfahren, dass ein bei einem Treffen der EU-Handelsmister am Montag in Berlin anwesender Mitarbeiter eines Ministerkollegen positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Altmaier war nach seinen eigenen Angaben erst am vergangenen Freitag negativ auf das Virus getestet worden. Es gehe ihm "sehr gut", twitterte er jetzt.

Zuvor hatte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitgeteilt, dass sich Ressortchef Maas wegen der Coronavirus-Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben habe. Ein erster Test am Mittwoch sei negativ ausgefallen.

Berlins Regierender Bürgermeister geht von neuen Corona-Einschränkungen aus

10:06 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erneute Einschränkungen in der Hauptstadt angekündigt.

"Ich gehe davon aus, dass wir tatsächlich auch wieder Einschränkungen vornehmen müssen", sagte Müller am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin".

Er bezog sich dabei vor allem auf Feiern im öffentlichen Raum und erwägt auch Alkoholverbote. Das Infektionsgeschehen bei draußen feiernden jungen Erwachsenen ist demnach deutlich stärker als etwa in der Gastronomie.

Müller schloss zudem nicht aus, für die Innenstadtbezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln "besondere Maßnahmen" zu treffen. Gleichzeitig schloss Müller eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum zunächst aus.

Eine solche Regelung gilt ab Donnerstag an stark besuchten öffentlichen Plätzen in München, das als Corona-Hotspot gilt. "Das sehe ich für Berlin noch nicht", sagte Müller.

Der Regierende Bürgermeister zeigte sich nicht optimistisch, für den Rest des Jahres geplante Lockerungen umzusetzen. Gegebenenfalls könnte es demnach eher "wieder ein paar Rückschritte bei der Begegnungsmöglichkeit, was die Teilnehmerzahl anbelangt", geben.

Im Bundesländervergleich ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin mit 23,5 Fällen pro 100.000 Einwohner derzeit am höchsten. Der Berliner Senat will neue Maßnahmen in seiner Sitzung am kommenden Dienstag beschließen.

Corona-App für England und Wales mit großer Verspätung gestartet

09:56 Uhr: Eine Corona-App zur Nachverfolgung von Infektionsketten ist in England und Wales mit großer Verspätung gestartet. Die App des nationalen Gesundheitsdienstes NHS steht seit Donnerstag in den gängigen App-Stores zum Herunterladen bereit.

"Der heutige Launch ist ein wichtiger Schritt in unserem Kampf gegen diesen unsichtbaren Killer", sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. "Ich empfehle jedem, der kann, die App herunterzuladen, um sich selbst und seine Lieben zu schützen."

Auf der Isle of Wight und in einem Londoner Bezirk war eine vorherige Version der App bereits im Sommer getestet worden - was dann aber wegen technischer Probleme wieder gestoppt wurde. In etlichen europäischen Ländern sind ähnliche Apps bereits seit Monaten im Einsatz. Auch Schottland und Nordirland haben bereits eigene Systeme.

Wie auch die deutsche Corona-Warn-App tauscht die englische App Bluetooth-Signale mit anderen Handys aus, um Kontakte anonymisiert nachzuverfolgen.

Neben Warnungen nach engen Kontakten zu Corona-Infizierten, wie man sie auch von der deutschen App kennt, gibt das englische Programm auch Auskunft darüber, wie hoch das Corona-Risiko im eigenen Postleitzahl-Gebiet ist.

2.500 Studenten an Schweizer Hotelfachschule in Corona-Quarantäne

09:53 Uhr: In der Schweiz muss ein ganzer Bachelor-Studiengang wegen rund einem Dutzend Corona-Infektionen in Quarantäne. Betroffen sind 2.500 Studentinnen und Studenten der renommierten Hotelfachschule EHL in Lausanne, wie die Behörden des Kantons Waadt am Mittwochabend mitteilten.

Nach ersten Erkenntnissen hätten sich die Betroffenen bei Partys infiziert, die vor der Einführung strikterer Schutzmaßnahmen vergangene Woche noch abgehalten wurden. Der Unterricht soll online weitergeführt werden, wie die Direktion der Fachschule mitteilte.

Die EHL gilt als eine der besten Hotelfachschulen und zieht Auszubildende aus aller Welt an. In der Schweiz ist der Kanton Waadt mit mehr als 1.200 bestätigten Fällen pro 100.000 Einwohnern (Stand: 23. September) hinter Genf am stärksten von der Pandemie betroffen. Beide sind von den deutschen Behörden als Risikogebiete ausgewiesen, ebenso der Kanton Freiburg.

Corona-Neuinfektionen in Israel bleiben hoch - Über 6.800 neue Fälle

10:04 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Israel äußerst hoch. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagmorgen mitteilte, wurden am Vortag 6.808 neue Fälle registriert. Das ist nach den 6995 Infektionen vom Dienstag der zweithöchste jemals verzeichnete Wert.

Am Dienstag war zugleich die Marke von 200.000 bekannten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie überschritten worden. Der Wert von 100.000 Fällen war in Israel erst am 20. August erreicht worden.

Seit Freitag gilt in Israel ein mindestens dreiwöchiger Lockdown. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Verschärfung für zwei Wochen ab diesem Freitag angekündigt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge stimmte das Kabinett dem Vorhaben zu. Details zu den Plänen lagen zunächst nicht vor.

In Berichten hieß es, neue Einschränkungen würden unter anderem Demonstrationen betreffen. Menschen dürfen demnach nur noch innerhalb eines Radius von einem Kilometer von ihrem Zuhause in Gruppen von maximal 20 Teilnehmern demonstrieren - bei Wahrung eines Abstands von zwei Metern zueinander.

Eine Ausnahme soll es unter bestimmten Voraussetzungen für den wöchentlichen Protest nahe der Residenz Netanjahus in Jerusalem geben, wie die Zeitung "Haaretz" berichtete.

Die Regierung will mit dem Lockdown eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. Einzelne Kliniken mussten zuletzt Corona-Patienten zurückweisen, weil kein Platz für deren Behandlung war.

Röttgen: Zweiter Lockdown ist nicht auszuschließen

08:44 Uhr: Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, will nicht ausschließen, dass wegen der steigenden Corona-Zahlen wie im Frühjahr weite Teile des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens heruntergefahren werden müssen.

Röttgen sagte am Donnerstag in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" zu einem möglichen zweiten Lockdown: "Man kann nichts ausschließen, wenn es darum geht, diese Pandemie wieder unter Kontrolle bringen zu müssen."

Der CDU-Politiker erklärte, den ersten Lockdown habe man ja nicht "aus Jux und Dollerei gemacht". Er fügte hinzu: "Es war ein letztes Mittel, um das Virus unter Kontrolle zu bekommen. Jetzt zu sagen "Das geht nicht mehr" - das kann man nicht so einfach sagen."

Zuvor hatte der SPD-Gesundheitspolitiker und Epidemiologe Karl Lauterbach erklärt, er gehe nicht von einem zweiten Lockdown aus. "Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, halte ich für gleich null", sagte er dem Nachrichtenportal watson.de (Donnerstag).

Die Bevölkerung werde größtenteils freiwillig tun, was notwendig sei, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. "Da bin ich absolut sicher."

Hilfsorganisation: Corona wirft Kampf gegen Armut und Hunger zurück

08:36 Uhr: Die Corona-Pandemie droht mühsam erzielte Fortschritte im weltweiten Kampf gegen Armut, Hunger und Krankheiten zunichte zu machen. Zum fünften Jahrestag der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nation wies die Entwicklungsorganisation One am Mittwoch darauf hin, dass durch das Virus schon 37 Millionen Menschen in extreme Armut geraten seien. "Wir schlagen Alarm!", sagte One-Direktor Stephan Exo-Kreischer in Berlin.

Mit den Nachhaltigkeitszielen habe die Weltgemeinschaft vor fünf Jahren einen ehrgeizigen Fahrplan aufgestellt. Bis 2030 sollten extreme Armut und Hunger beseitigt und allen Menschen Zugang zu Gesundheitsdiensten ermöglicht werden. Doch heute drohe die Coronakrise, die Bemühungen "um Jahre zurückzuwerfen."

Die globale Impfrate sei auf das Niveau der 90er Jahre zurückgefallen. "In 25 Wochen ist es Corona gelungen, 25 Jahre Entwicklung zunichtezumachen", sagte Exo-Kreischer.

Die Weltgemeinschaft müsse ihre Kräfte bündeln, um der Pandemie "gemeinsam die Stirn zu bieten" - bei der schnellen Erforschung und Produktion eines Impfstoffs, von Diagnostika und Medikamenten.

Michelle Obama über Corona-Zeit: "Kinder hatten uns irgendwann satt"

07:59 Uhr: Auch im Hause Obama war das Zusammenleben in Corona-Zeiten nicht immer entspannt. "Ich denke, unsere Kinder hatten uns irgendwann satt - was in Ordnung ist, weil wir sie auch satt hatten", erzählte die frühere First Lady der USA, Michelle Obama (56), in der Talkshow mit Conan O'Brien.

Beide Töchter seien noch nicht an ihre Universitäten zurückgekehrt, sondern nähmen nach wie vor an Online-Vorlesungen teil, berichtete Obama in der Sendung, die am Mittwoch (Ortszeit) ausgestrahlt wurde. "Sie sind nicht gerade begeistert, noch länger bei uns zu bleiben."

Ihre ältere Tochter Malia (22) besucht die Harvard University, die 19-jährige Natasha (meist Sasha genannt) begann 2019 ein Studium an der University of Michigan.

"Zu Beginn der Pandemie haben wir uns alle gefreut, Zeit miteinander zu verbringen", erzählte die ehemalige First Lady. "Tagsüber haben wir unsere eigenen Aufgaben erledigt, Sport gemacht, und abends zusammen Spiele gespielt."

Mit Ex-Präsident Barack Obama (59) ist Michelle seit 1992 verheiratet. Ihre Ehe habe unter der Pandemie nicht gelitten: "Er hatte einfach keine Zeit, mir auf die Nerven zu gehen, weil er an seinem Buch arbeiten musste", scherzte Obama.

Ihr Ehemann will den ersten Band seiner Memoiren nach der diesjährigen US-Wahl veröffentlichen, wie der Verlag Penguin Random House mitteilte.

2.143 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

06:19 Uhr: Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2.000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2.143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekannt gab.

Am Samstag war mit 2.297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings hatte damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger gelegen.

Seit Beginn der Coronakrise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (Datenstand 24.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.428. Das sind 19 mehr als am Vortag. Rund 246.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Zuletzt fiel ein größerer Anteil Corona-Tests positiv aus. Die sogenannte Positivenquote lag in Kalenderwoche 38 bei 1,19 Prozent (Vorwoche: 0,86), wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht von Mittwochabend schrieb. Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Wochen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Mittwoch bei 0,79 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Mit Material von dpa, afp, sid und apa.