Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl kritisiert die geplanten Corona-Lockerungen in Thüringen. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat der Forderung von Markus Söder (CSU) widersprochen, Kompetenzen für den Infektionsschutz von den Ländern auf den Bund zu übertragen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble warnt vor Corona-Verschwörungstheoretikern. Alle News zum Coronavirus.

  • 12:22 Uhr: Thomas Strobel nennt Corona-Lockerungen in Thüringen "verantwortungslos"
  • 10:11 Uhr: Saarlands Ministerpräsident widerspricht Söder bei Infektionsschutz
  • 08:03 Uhr: Laut RKI 362 Corona-Neuansteckungen in Deutschland
  • 06:46 Uhr: Bundestagspräsident Schäuble warnt vor Corona-"Spinnern"
  • 06:20 Uhr: Indien empfiehlt trotz WHO-Warnung Einsatz des Medikaments Hydroxychloroquin
  • 06:03 Uhr: Frankreich plant Start einer Corona-Warn-App

Hier Coronavirus-Live-Blog aktualisieren

Strobl nennt zu rasche Corona-Lockerungen verantwortungslos

12:17 Uhr Uhr: Der baden-württembergische Innenminister und stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl hat vor zu raschen und zu weitgehenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt.

Er wandte sich in der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom Mittwoch vor allem gegen das diesbezügliche Vorpreschen von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). "Was in Thüringen geschieht, ist verantwortungslos", sagte Strobl.

"Natürlich verstehe ich, dass sich die Menschen nach Normalität sehnen", sagte der CDU-Vize weiter. Die Einschränkungen seien aber weiterhin "notwendig, um Menschenleben zu schützen", hob er hervor.

"Die ernste Wahrheit heißt: Wir dürfen uns noch nicht auf ein Leben nach Corona freuen, sondern müssen uns auf ein Leben mit Corona einstellen", sagte Strobl. Es gelte, weiterhin vorsichtig zu sein.

Ramelow hatte sich für eine weitgehende Aufhebung der Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland ab dem 5. Juni ausgesprochen. Er will offenbar auch den Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln grundsätzlich bis zum 29. Juni zu verlängern, nicht mittragen.

Allerdings stößt der Ministerpräsident auch in seiner eigenen rot-rot-grünen Koalitionsregierung auf Widerstand.

Restaurantchef weist Vorwürfe wegen Corona-Infektionen zurück

12:11 Uhr: Nach mehreren Corona-Infektionen in einem Restaurant im Kreis Leer hat der Gaststättenbetreiber die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Wiedereröffnungsveranstaltung im Restaurant "Alte Scheune" in Moormerland habe es sich am 15. Mai nicht um eine private Party gehandelt.

Es seien seitens des Betreibers alle Voraussetzungen erfüllt worden, die gemäß Paragraf 6 der niedersächsischen Corona-Verordnung vorgeschrieben seien, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Erklärung mit Datum vom 26. Mai der Rechtsanwälte des Restaurantbetreibers.

So seien die Tische in einem Mindestabstand von zwei Metern angeordnet und nur mit Gästen aus zwei Haushalten besetzt worden. Der Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen den Gästen sei jederzeit eingehalten worden.

Auch habe es lückenlos geführte Listen mit den Daten der Gäste gegeben. Nach aktueller Kenntnis hätten offenbar bereits drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuteten.

Diese seien im Nachhinein auch positiv getestet worden. "Ohne das unverzügliche Einschreiten des Betreibers wären die Neuansteckungen nicht zeitnah aufgefallen beziehungsweise nachverfolgt worden", hieß es in der Erklärung.

Niedersachsen will trotz Lockerungsdebatte an Stufenplan festhalten

11:51 Uhr: Entgegen der bundesweiten Diskussion um weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am eigenen Stufenplan festhalten.

Das Land schaue nicht ständig, was die anderen Bundesländer machten, sondern werde bei seinem ruhigen und transparenten Vorgehen bleiben, sagte Weil am Mittwoch in Hannover. Auch wenn Fehler gemacht worden seien, sei das Feedback auf das etappenweise Lockern der Beschränkungen in Niedersachsen positiv gewesen.

Osten will besondere Berücksichtigung bei Corona-Konjunkturpaket

11:32 Uhr: Die ostdeutschen Länder fordern vom Bund eine besondere Berücksichtigung ihrer Belange bei dem geplanten Konjunkturpaket für die Wirtschaft in der Corona-Krise.

Der Bund sei aufgefordert, bei der Ausgestaltung des milliardenschweren Förderprogramms "den Besonderheiten der Wirtschafts- und Sozialstruktur der ostdeutschen Länder hinreichend Rechnung zu tragen", heißt es in einer Beschlussvorlage für die Videokonferenz der Ost-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

EU-Kommission: 750 Milliarden Euro für Wiederaufbauprogramm

11:11 Uhr: Die EU-Kommission will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren.

Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen in Brüssel erfuhr.

Experte rechnet mit starkem Anstieg der Schwarzarbeit

11:09 Uhr: Schwarzarbeit in Deutschland dürfte wegen der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Experten bis Ende des Jahres deutlich zunehmen. Der Ökonom Friedrich Schneider, der mit dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen regelmäßig eine Prognose abgibt, rechnet in diesem Jahr mit Schwarzarbeit im Umfang von rund 344 Milliarden Euro, wie die "Augsburger Allgemeine" (Mittwoch) berichtet. Im Februar seien die Experten noch von 322 Milliarden Euro ausgegangen.

Bricht das Wirtschaftswachstum dieses Jahr um sieben Prozent ein - wovon etwa der Internationale Währungsfonds (IWF) ausgeht - steige Schwarzarbeit nach Schneiders Einschätzung im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent. Sie erreiche dann einen Anteil von knapp 10,5 Prozent an der Wirtschaftsleistung.

Japan legt weiteren Rekord-Haushalt gegen Corona-Krise auf

11:03 Uhr: Japan stemmt sich ungeachtet steigender Schulden mit weiteren Milliardenausgaben gegen die Folgen der Corona-Krise. Die Regierung beschloss zu diesem Zweck am Mittwoch einen zweiten Zusatzhaushalt in der Rekordhöhe von 31,9 Billionen Yen (271 Mrd Euro).

Es dient zur Finanzierung eines gigantischen Konjunkturpakets, dessen Volumen Premier Shinzo Abe auf mehr als 230 Billionen Yen bezifferte. Das sei die größte Finanzspritze der Welt und entspreche 40 Prozent der Wirtschaftsleistung Japans. Dies sei nötig, um die Wirtschaft vor einer Jahrhundertkrise zu schützen, wurde Abe zitiert.

Frankreich stoppt Einsatz von Malaria-Mittel gegen Corona

10:47 Uhr: Frankreich hat den Einsatz eines umstrittenen Malaria-Mittels gegen das neuartige Coronavirus untersagt. Der Wirkstoff Hydroxychloroquin darf bei neu Erkrankten nicht mehr genutzt werden, wie aus einer am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.

Die Regierung in Paris reagiert damit auf Studien, die massive Nebenwirkungen offenbart hatten. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre klinischen Tests mit dem Mittel ausgesetzt.

Seit Ende März konnten Krankenhäuser in Frankreich Hydroxychloroquin bei besonders schwer erkrankten Corona-Patienten unter strengen Auflagen einsetzen.

Weber hält schnellen Kompromiss zu Corona-Hilfsplan der EU für möglich

10:21 Uhr: Der Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU), hält eine schnelle Einigung auf die EU-Milliardenhilfen zur Überwindung der Rezession wegen der Corona-Krise für machbar. Der am Mittwoch erwartete Vorschlag der EU-Kommission dazu sei bereits "ein großer Schritt" hin zu einem Kompromiss, sagte Weber im Deutschlandfunk. Für seine Erstellung seien alle Akteure gehört und eingebunden worden. Er hoffe deshalb auf eine Einigung der Mitgliedstaaten noch vor der Sommerpause.

Österreichs Kanzler warnt EU-Kommission vor Einseitigkeit bei Corona-Hilfen

10:15 Uhr: Im Streit um die Corona-Krisenhilfen der EU hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz die EU-Kommission davor gewarnt, sich zu stark an dem deutsch-französischen Vorschlag für einen milliardenschweren Wiederaufbauplan zu orientieren.

Er "erwarte", dass die Kommission auch auf die Vorstellungen Österreichs, Dänemarks, Schwedens und der Niederlande Rücksicht nehme, sagte Kurz vor der Vorstellung der Pläne für ein milliardenschweres Konjunkturprogramm durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch der "Welt".

Österreich, Dänemark, Schweden und die Niederlande - in Brüssel die "Sparsamen Vier" genannt - hatten sich bereits am Wochenende gemeinsam gegen einen Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gewandt. Merkel und Macron hatten einen Corona-Hilfsplan vorgeschlagen, der es der EU-Kommission erlauben soll, auf den Finanzmärkten Kredite im Namen der EU aufzunehmen, um einen Wiederaufbaufonds im Volumen von 500 Milliarden Euro zu füllen.

Saarlands Ministerpräsident widerspricht Söder bei Infektionsschutz

10:11 Uhr: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat der Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) widersprochen, Kompetenzen für den Infektionsschutz von den Ländern auf den Bund zu übertragen. "Weil wir bislang sehr gut durch die Krise kommen, sehe ich keine Veranlassung für Änderungen", sagte Hans den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Mittwoch. Der Föderalismus habe "gerade in der Krise bewiesen, agiler zu sein als zentrale Strukturen".

Hans sagte, gerade das Saarland und Bayern hätten als erstes Schulen geschlossen und Ausgangsbeschränkungen erlassen. "Durch diese Schnelligkeit haben wir Maßstäbe in der Pandemie gesetzt, als viele noch zögerten." Söder hatte mit Blick auf das derzeit stark unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer gefordert, dem Bund mehr Kompetenzen im Infektionsschutzgesetz zu geben.

BDI-Präsident Kempf für breites Konjunkturpaket

10:00 Uhr: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet von der Politik bis zum Sommer ein branchenübergreifendes Konjunkturpaket für die gesamte Wirtschaft. "Je breiter, desto besser", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Dienstagabend im Münchner Club Wirtschaftspresse.

Die auch von den "Wirtschaftsweisen" und Forschungsinstituten vorgeschlagene Verrechnung heutiger Verluste mit Gewinnen des vergangenen Jahres würde viele Unternehmen sofort entlasten.

Die Verrechnung würde auch verhindern, dass der Steuerzahler marode "Zombie-Unternehmen" unterstützt, die auch ohne Corona-Krise schon in Not waren. Die Lufthansa dagegen sei ein kerngesundes Unternehmen und und nur wegen der Pandemie in Not, sie müsse vom Staat gerettet werden: "Klares Ja!", sagte Kempf.

Restaurantchef weist Vorwürfe wegen Corona-Infektionen zurück

09:50 Uhr: Nach mehreren Corona-Infektionen in einem Restaurant im Kreis Leer hat der Gaststättenbetreiber die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Wiedereröffnungsveranstaltung im Restaurant "Alte Scheune" in Moormerland habe es sich am 15. Mai nicht um eine private Party gehandelt.

Es seien seitens des Betreibers alle Voraussetzungen erfüllt worden, die gemäß Paragraf 6 der niedersächsischen Corona-Verordnung vorgeschrieben seien, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Erklärung mit Datum vom 26. Mai der Rechtsanwälte des Restaurantbetreibers.

So seien die Tische in einem Mindestabstand von zwei Metern angeordnet und nur mit Gästen aus zwei Haushalten besetzt worden. Der Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen den Gästen sei jederzeit eingehalten worden. Auch habe es lückenlos geführte Listen mit den Daten der Gäste gegeben. Nach aktueller Kenntnis hätten offenbar bereits drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuteten. Diese seien im Nachhinein auch positiv getestet worden. "Ohne das unverzügliche Einschreiten des Betreibers wären die Neuansteckungen nicht zeitnah aufgefallen beziehungsweise nachverfolgt worden", hieß es in der Erklärung.

Tobias Hans widerspricht Markus Söder.

SPD-Außenpolitiker zuversichtlich mit Blick auf Reisen in Europa

09:30 Uhr: Der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid hat sich zuversichtlich geäußert, dass Urlaubsreisen ins europäische Ausland in diesem Jahr möglich sein werden. Die europäischen Staaten hätten die Corona-Pandemie gut in den Griff bekommen, sagte Schmid am Mittwoch im Deutschlandfunk. Auch gebe es in den anderen Ländern ähnliche Sicherheitsvorkehrungen wie in Deutschland, verwies Schmid auf Abstandsregeln und Maskenpflichten.

Dies erlaube eine vorsichtige Öffnung des Reisens, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag. Er sprach in diesem Zusammenhang auch von einem Zeichen europäischer Solidarität mit Staaten, die stark auf den Tourismus angewiesen seien. Ihnen dürfe man die Urlaubssaison nicht vollständig kaputtmachen. Gleichwohl sei aber klar, dass man weiterhin immer kurzfristig auf das Infektionsgeschehen reagieren müsse, hob Schmid hervor.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Stille im Stadion? In Japan soll eine App den Jubel der Fans live übertragen

08:33 Uhr: Fußballspiele vor leeren Zuschauerrängen? Auch in Japan stehen Geisterspiele an - jedoch mit möglicher lautstarker Unterstützung von außen.

Der Elektronikkonzern Yamaha hat eine App entwickelt, mit der Fans, die Spiele im Fernsehen, Radio oder im Internet verfolgen, ihre Anfeuerungsrufe oder Jubelschreie auf ihren Smartphones ins leere Stadion schicken können. Lautsprecher in den Zuschauerreihen lassen sie dann durchs Stadion hallen, wie das Unternehmen mitteilte.

Bei einem kürzlichen Testdurchlauf des "Remote Cheerer" genannten Systems konnten Nutzer an verschiedenen Standorten aus einer ganzen Reihe von Optionen auf ihren Bildschirmen wählen: darunter Applaus, Anfeuerungsrufe und Gesänge, die sie in das Stadion Ecopa in der Provinz Shizuoka mit 50.000 Sitzplätzen schickten. Zu diesem Zweck wurden zwischen den leeren Sitzreihen 58 Lautsprecher installiert.

Der R-Wert sinkt: 362 neue Corona-Infektionen in Deutschland

08:03 Uhr: Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut 362 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 179.300 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Mittwochmorgen meldete.

Unklar ist, wie hoch die Dunkelziffer in Deutschland ist. Bislang starben dem RKI zufolge 8.349 nachweislich mit dem Virus Infizierte. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 47.

162.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind etwa 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag bei 0,70 (Montag 0,83). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel sieben weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Spanien trauert um seine Corona-Toten

07:21 Uhr: In Spanien beginnt am Mittwoch eine zehntägige Staatstrauer um die Opfer der Corona-Pandemie. Es ist die längste offizielle Trauerperiode in Spanien seit dem Sturz von Diktator Francisco Franco und der Wiederherstellung der Demokratie 1977. Unter anderem sollen an allen öffentlichen Gebäuden die Fahnen auf Halbmast wehen.

Die Regierung hatte mit der Ausrufung der Staatstrauer gewartet, bis auch in den besonders betroffenen Metropolen Madrid und Barcelona die strikten Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden.

Spanien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Die Zahl der Infizierten liegt nach Angaben der Behörden vom Dienstag bei mehr als 236.000, es starben mehr als 27.000 Menschen.

China: Gesichtsmasken sind da, Windeln fehlen

07:05 Uhr: Gesichtsmasken gibt es in China mittlerweile genug - doch nun droht ein Engpass an anderer Stelle: bei Windeln, Damenbinden und Feuchttüchern.

Für deren Herstellung ist der gleiche Rohstoff nötig wie für die Produktion des begehrten Mund-Nase-Schutzes, nämlich Zellstoff.

Der geht aber seit Monaten an die mittlerweile 69.000 Betriebe in China, die Gesichtsmasken für die ganze Welt herstellen. Deshalb droht den Chinesen nun ein Windel-Notstand.

Schäuble: "Abstand halten zu Extremisten"

06:46 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Teilnehmer von Corona-Demonstrationen vor einer Vereinnahmung durch "Spinner" gewarnt. "Um sich vor Beifall aus der falschen Ecke zu schützen und um nicht irgendwelchen Verschwörungsspinnern auf den Leim zu gehen, empfehle ich, genau zu prüfen und zu überlegen: Ist das Umfeld, in dem ich demonstriere, das richtige?", sagte Schäuble der Nachrichtenagentur AFP.

Bei Kundgebungen gegen die Corona-Auflagen müssten nicht nur gesundheitliche, sondern auch politische Abstandsregeln eingehalten werden, mahnte Schäuble: "Zu Extremisten sollte man immer Abstand halten, um sich nicht auf die eine oder andere Art anzustecken."

In deutschen Städten demonstrieren seit Wochen regelmäßig tausende Menschen gegen die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes versammeln sich auf solchen Kundgebungen zunehmend Extremisten vor allem aus dem rechtsextremen Spektrum.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Indien ignoriert WHO-Warnung und empfiehlt Einsatz von Chloroquin gegen Corona

06:20 Uhr: Trotz der Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor möglichen Gesundheitsrisiken beim Einsatz von Hydroxychloroquin gegen die Coronavirus-Infektion ist das Mittel jetzt in Indien offiziell für den Kampf gegen die Pandemie empfohlen worden.

Die oberste biomedizinische Forschungseinrichtung des Landes erklärte am Dienstag, indische Studien hätten ergeben, dass Hydroxychloroquin "keine größeren Nebenwirkungen" habe.

Das Malaria-Medikament verursache "keinen Schaden" und "könne vielleicht Nutzen haben", sagte der Generaldirektor des Indischen Rats für Medizinische Forschung (ICMR), Balram Bhargava.

Frankreich will Corona-App an den Start bringen

06:03 Uhr: Frankreich will in der kommenden Woche eine eigene Corona-Warn-App namens "StopCovid" starten. Mit dem deutschen System dürfte die App nicht kompatibel sein.

Die Warn-App "StopCovid" soll spätestens am Dienstag nach Pfingsten in Frankreich zur Verfügung stehen - rund zwei Wochen vor der angekündigten deutschen App.

Alle Interessierten können die Anwendung freiwillig auf ihr Handy laden. Sie soll auf Apple-Handys sowie auf Smartphones mit dem Betriebssystem Android laufen. Technisch ist sie von den US-Konzernen Apple und Google unabhängig, wie die französische Regierung betont.

Mithilfe der drahtlosen Bluetooth-Technologie soll ein Nutzer erkennen können, ob er sich zuletzt in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten hat. Er erhält dann eine Warn-Nachricht. Voraussetzung ist allerdings, dass die andere Person auch diese Funktion eingeschaltet hat. Der Gewarnte kann sich dann testen lassen oder sich freiwillig in Quarantäne begeben.

Die Italiener schlecken die Coronakrise in der Eisdiele weg

04:19 Uhr: Die Italiener haben das Ende des Coronavirus-Lockdowns mit viel Eiscreme gefeiert. Allein in der Hauptstadt Rom und entlang der Küste der Region Latium wurden am vergangenen Wochenende fast 240 Tonnen Eis geschleckt, wie der Landwirtschaftsverband Coldiretti am Dienstag mitteilte. Der Umsatz der Eisdielen habe nach drei Monaten Ausgangssperre "wieder deutlich angezogen".

In Italien gibt es nach Angaben des Verbandes 39.000 Eisdielen, die einen Jahresumsatz von 2,8 Milliarden Euro erwirtschaften und 150.000 Mitarbeiter beschäftigen. Damit ist Italien Coldiretti zufolge weltweit führend bei der Herstellung von handgemachtem Eis.

Satte 94 Prozent der Italiener geben an, regelmäßig Eis zu essen. Im Schnitt verputzt jeder Italiener mehr als sechs Kilo Eiscreme pro Jahr.

Die Coronavirus-Meldungen vom Vortag finden Sie hier

Es droht sogar Todesgefahr: WHO stoppt Behandlung von COVID-19-Patienten mit Hydroxychloroquin

US-Präsident Donald Trump schwört im Kampf um den Erhalt seiner Gesundheit in Corona-Zeiten auf den Wirkstoff Hydroxychloroquin. Er nehme es prophylaktisch ein. Klinische Tests an Patienten aber werden durch die WHO nach einem bedenklichen Bericht in einer Fachpublikation gestoppt. (Teaserbild: Chris Kleponis/picture alliance/CNP/AdMedia)

Mehr zum Coronavirus-Thema:

Mit Material von dpa, afp, sid und apa.