• Die Liebe ist weg, doch was passiert mit teuren Geschenken des Ex-Partners?
  • Ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt zeigt, dass man diese behalten darf - unter diesen Voraussetzungen.

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"Geschenkt ist geschenkt" – das gilt nicht, wenn der oder die Beschenkte "groben Undank" erkennen lässt. Dann kann ein Partner, wenn eine nichteheliche Lebensgemeinschaft auseinandergeht, auch Geschenke zurückfordern. Der Haken: Genau dieser Undank muss eine gewisse Schwere haben. So steht es in einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az.: 17 U 125/21).

Mann fordert Geschenke an Ex-Freundin zurück - doch sie darf sie behalten

Im konkreten Fall ging es um große Summen. Ein Mann und eine Frau, die sich von Kindheit an kannten, hatten für anderthalb Jahre eine intime Beziehung. Für zehn Monate überließ der Mann seiner Partnerin eine Zweit-Kreditkarte, die sie mit gut 100.000 Euro belastete. Zudem reisten sie und kauften teuer ein, die Frau bekam auch Diamant-Ohrringe geschenkt.

Die Trennung war emotional und hitzig, der Mann randalierte und verlangte gut 200.000 Euro plus die Ohrringe von der Frau zurück.

Das Landgericht wies seine Ansprüche jedoch zurück und auch vor dem Oberlandesgericht hatte der Mann keinen Erfolg.

Urteil: Ex-Partner muss groben Undank nachweisen können

Weder konnte der Mann nachweisen, dass seine Geschenke nur ein Darlehen gewesen seien, noch erkannte das Gericht groben Undank vonseiten der Frau.

Denn der liege nicht bereits dann vor, wenn jemand eine Beziehung verlasse. Vielmehr müsse bei einer nichtehelichen Partnerschaft jederzeit mit einer Trennung gerechnet werden.

Auch die Höhe der Geschenke mache keinen Undank aus: Diese hätten dem luxuriösen Lebensstil beider Partner entsprochen, der sich auch während der Beziehung nicht geändert habe. (sbi/dpa)