Tipps für heiße Tage: Das macht den Sommer erträglicher

Ventilator oder Klimaanlage? Wie kann ich trotz Hitze gut einschlafen? Und was hat mein Laptop mit der Temperatur in der Wohnung zu tun? Mit diesen Tipps kommen Sie gut durch den Sommer. (mcf/afp/dpa)

Damit es in der Wohnung gar nicht erst zu heiß wird, lüftet man an sehr heißen Tagen am besten nur nachts und in den kühlen Morgenstunden. Tagsüber bleiben Fenster und Türen verschlossen.
Auch Abdunkeln ist wichtig, denn: Knallt die Sonne durch ein zwei Quadratmeter großes Fenster, hat dies einen ähnlichen Effekt wie der Dauerbetrieb eines Tausend-Watt-Heizlüfters in ohnehin schon warmer Umgebung. Den besten Kühleffekt erzielen außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden.
Innenrollos oder Vorhänge können die Sonnenstrahlen erst abschirmen, wenn sie bereits in den Raum eingedrungen sind. Damit sie dennoch gut wirken, sollten sie zumindest helle oder metallbeschichtete Außenflächen haben, um die Strahlung möglichst gut zu reflektieren. Für dauerbestrahlte Fenster empfiehlt sich spezielles Sonnenschutzglas. Ähnlichen Schutz bieten Reflexionsfolien, die meist getönt sind und von innen auf dem Glas angebracht werden. Sie sind aber nur begrenzt haltbar.
Tagsüber sollten alle elektrischen Geräte, die nicht unbedingt gebraucht werden, abgeschaltet sein - und das nicht nur, weil es Strom spart: Jeder Computer, jeder Fernseher und jede Lampe strahlt Wärme ab.
Die Stiftung Warentest nahm zuletzt vor vier Jahren Klimageräte unter die Lupe: Splitgeräte, die aus Kühlteil und separatem Außenteil bestehen, sind demnach effektiver als Monogeräte, die die Abluft durch einen Schlauch zum Fenster hinauspusten. Allerdings sind Splitgeräte mit teilweise an die 2.000 Euro in der Anschaffung teuer und zehren wegen der Stromkosten auch im Betrieb am Konto.
Ventilatoren sind deutlich günstiger als Klimageräte, wirken erfrischend und lassen den Schweiß verdunsten. Hilfreich ist ein vor dem Ventilator platzierter Wäscheständer mit nassen Tüchern. Aber Achtung: Es drohen Nackenverspannungen und Erkältungen, wenn der Körper zu sehr auskühlt.
An sehr heißen Sommertagen kann sich die Luft im Auto leicht auf über 60 Grad erwärmen. Aufgeheizte Fahrzeuge sollten deshalb vor Fahrtbeginn ordentlich durchgelüftet werden. Dann sollte die Lüftung zunächst einige Zeit auf Umluft laufen – so kühlt das Fahrzeug schneller ab, weil keine warme Luft von außen zugeführt wird.
Ein Sonnenschutz an den Scheiben hält einen Teil der Hitze draußen. Auf keinen Fall dürfen Kinder oder Tiere im Auto zurückgelassen werden, auch nicht auf einem Schattenparkplatz.
Viel trinken ist an heißen Tagen unerlässlich - nicht nur für Menschen, auch für Tiere. Im Gegensatz zum Menschen können sich Hund, Katze, Hamster und Co. nicht durch Schwitzen abkühlen, sondern vor allem durch Hecheln und Trinken. Ausreichend Flüssigkeit ist für sie überlebenswichtig.
Großen Durst haben bei Hitze auch die Pflanzen. Hobbygärtner gießen am besten am frühen Morgen und wenn nötig zusätzlich am Abend. Denn tagsüber, wenn die Sonne scheint und die Luft am wärmsten ist, verdunstet viel Wasser aus dem Boden.
Außerdem empfiehlt sich ein leichter, luftiger Schlafanzug aus Naturfasern wie Baumwolle. Diese können Schweiß gut aufnehmen - immerhin schwitzt der Körper nachts einen halben Liter Flüssigkeit aus.
Gerade bei Babys geht es nicht ganz ohne Nachtwäsche, sonst besteht die Gefahr, dass sich der Nachwuchs bei sinkenden Temperaturen in der Nacht verkühlt. Eltern sollten deshalb auf einen kurzärmeligen Body und einen dünnen Sommerschlafsack aus Baumwollfrottee zurückgreifen. Gummierte Unterlagen sind zu vermeiden. Diese regen zum Schwitzen an.