Die teuersten Lebensmittel der Welt

Wer sich exklusives Essen wünscht, muss einiges berappen. Eine Auswahl der teuersten Lebensmittel der Welt.

Was die Kartoffel unter den teuersten Lebensmitteln zu suchen hat? Erst einmal gar nichts. Für wenige Euro gibt es im Supermarkt einen ganzen Sack zu kaufen. Die Gourmet-Variante, die französische Sorte "La Bonnotte", kostet dagegen bis zu 500 Euro pro Kilogramm. Das Geheimnis ist ihr leicht salziger Geschmack. Bretonische Bauern düngen sie mit Seetang und tränken den Boden mit Meerwasser.
In Japan züchtet man, um Platz und Transportkosten zu sparen, eine quaderförmige Melone. Das Kürbisgewächs wird dazu in Glaskästen gesetzt, an die es sich im Laufe des Wachstumsprozesses perfekt anschmiegt. Geschmacklich sind die Wassermelonen eher mau. Dennoch können die Kosten pro Stück in die Hunderte gehen.
In Japan werden immer wieder Rekordpreise für die ersten Exemplare neuer Frucht-Züchtungen bezahlt. Zehntausende werden für neue Obstsorten hingeblättert und bescheren den Käufern viel Prestige. Danach fallen die Preise für gewöhnlich. Doch für die seltene und extrem schwere Densuke-Melone berappen die Käufer immer noch vierstellige Beträge. Damit gehört sie zu den teuersten Früchten weltweit.
Der sogenannte "Katzen-Kaffee" gilt als eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Zu horrenden Preisen bietet man die Bohnen an, die zuvor an Schleichkatzen verfüttert wurden. Deren Magenenzyme spalten die Bitterstoffe der Bohnen auf und sorgen - nach dem Ausscheiden - so für einen besonders weichen Geschmack. Der Preis: bis zu 1.200 Euro pro Kilogramm. Unschön außerdem: Die Schleichkatzen werden teils unter tierquälerischen Bedingungen gehalten.
Ein Tässchen Kaffee kann schon einmal 34 Euro kosten. Die Produktion des "Black Ivory" ist aufwendig, denn auch dieser Kaffee ist bereits vorverdaut. Schleichkatzen kommen hier aber nicht zum Einsatz, sondern Elefanten. 2017 wurden gerade einmal 150 Kilogramm davon produziert. Pro Kilogramm muss man für die Bohnen über 800 Euro hinblättern.
Für 1.000 bis 3.000 Euro kann man schon so einiges bekommen - oder auch einen Liter Essig. So viel kostet der "Aceto Balsamico Tradizionale", der nur aus dem eingekochten Most weißer Trauben produziert werden darf. Mindestens 15 Jahre reift er im Fass. Nach mindestens 25 Jahren darf er die Bezeichnung "extra vecchio" tragen.
Auch Fisch kann ein kleines Vermögen wert sein. Die Zubereitung von Kugelfisch ist aufwendig und muss speziell erlernt werden, da bei falscher Zerteilung tödliches Gift austreten kann. Zwei Jahre Ausbildung muss ein Koch in Japan hinter sich bringen, bevor er den Fisch allein verarbeiten darf. 500 Euro berappt man für ein Kilogramm der Delikatesse.
Seltene Rasse, natürliche Früchte und Kräuter aus örtlichen Weiden als Futter sowie lange Zucht und Reifung machen den "Dehesa Maladúa" nicht nur zum Gaumenschmaus, sondern auch zum teuersten Schinken der Welt. Unglaubliche 4.000 Euro kostet der Schenkel. (Symbolbild)
Nicht nur bei Früchten haben die Japaner einen Faible für Extravaganzen. Beim Fleisch vertrauen sie auf das extrem hochwertige Kobe-Rind. Das Fleisch hat nicht nur eine hervorragende Marmorierung mit feinen Fettäderchen, sondern ist mit einem Preis von 400 bis 600 Euro pro Kilogramm auch eines der teuersten Steaks der Welt.
Käsesorten gibt es wie Sand am Meer. Aber nur eine kostet etwa 1.000 Euro pro Kilogramm: Pule, ein Käse aus Eselsmilch. Der in Serbien produzierte Käse benötigt für diese Menge 25 Liter Milch. Diese wird in Handarbeit gewonnen. Ein aufwendiger Prozess, wenn man bedenkt, dass eine Eselin fast zwei Jahre braucht, um diese Milchmenge zu liefern. (Symbolbild)
Trüffel ist teuer und in der Gourmetküche sehr beliebt. Wer es noch ein wenig exklusiver mag: Der Weiße Trüffel, oder auch Alba-Trüffel genannt, ist extrem selten. Da eine Kultivierung bislang erfolglos blieb, der markante Geschmack sich aber weiterhin großer Beliebtheit erfreut, sind die Preise saftig: Ein Kilogramm kostet mehrere Tausend Euro.
Kaviar wird seit jeher mit Luxus und Reichtum assoziiert. Der Beluga Kaviar ist einer der teuersten. Zwischen 2.000 und 4.500 Euro muss man für ein Kilogramm der Eier des Beluga-Störs hinblättern. Er gilt als der feinste unter den Kaviarsorten und ist mit 3,5 Millimetern Durchmesser auch der größte.
Und es geht noch teurer: Dieser Albino-Stör produziert weißen Kaviar. Nur wenige Kilogramm werden davon jedes Jahr geerntet. Das lässt die Preise explodieren: Ein Kilogramm kann bis zu 65.000 Euro kosten.
Der Matsutake-Pilz macht sich rar in Japan. Daher auch so ein hoher Preis: 2.000 Euro pro Kilogramm können fällig werden. Günstiger ist die Importware aus China oder Kore. Die gibt es "schon" für 90 Euro.
Bei Weinen ist ein klarer Preis schwer zu beziffern. In den Spitzenklassen des Rebensaftes kann die Flasche eines bestimmten Jahrgangs gerne mal 15.000 Euro kosten. Für historische Weine, die nicht mehr genießbar sind, werden sogar Sammlerwerte bezahlt, die in die Hunderttausende gehen.