Am 31. Mai 2018 endet die Frist für die Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2017. Allerdings muss nicht jeder Bürger bis dahin eine Erklärung einreichen. Nur, wer veranlagungspflichtig ist, muss die Frist einhalten. Aber auch dann gibt es noch einen Ausweg.

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Wer dazu verpflichtet ist, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben, hat nur noch wenige Tage Zeit. Denn die Frist endet in diesem Jahr noch einmal am 31. Mai. Bundesländer mit dem Feiertag Fronleichnam können sie bis zum 1. Juni einreichen.

Steuererklärung 2017: Wen betrifft die Frist?

Doch wen betrifft das? Wer ledig und Arbeitnehmer ist, zahlt jeden Monat seine Einkommenssteuer und ist somit normalerweise von der sogenannten Veranlagungspflicht befreit. Wer dennoch auf eine Rückzahlung hofft und seine Steuererklärung freiwillig abgeben will, hat bis zum 31. Dezember 2021 Zeit.

Veranlagungspflichtig sind hingegen ...

  • ... Personen mit mehreren Arbeitgebern nebeneinander innerhalb des Jahres.
  • ... Personen, die mehrere Lohnersatzleistungen (bspw. Kurzarbeiter-, Kranken-, Eltern- oder Arbeitslosengeld I über 410 Euro) beziehen.
  • ... Personen, die Einkünfte ohne Arbeitslohn (bspw. Vermietung, Rente oder eine selbstständige Tätigkeit) erhalten.
  • ... Personen, die verheiratet sind (oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben) mit Steuerklasse IV mit Faktor oder mit der Kombination III/V.

Sollte Sie das Finanzamt zu einer Steuererklärung auffordern, müssen Sie diese einreichen, auch wenn Sie keinen der oben genannten Punkte erfüllen.

Verlängerung der Frist ist möglich

Wenn Sie verpflichtet sind, eine Erklärung abzugeben, den Termin allerdings nicht einhalten können, können Sie mit einer überzeugenden Begründung eine Verlängerung beim zuständigen Finanzamt formlos beantragen.

Zum Beispiel können Sie angeben, dass Ihnen noch Belege fehlen. Dabei reicht eine E-Mail.

Ein Aufschub wird in der Regel genehmigt. Wird aber auch die neue Frist versäumt, drohen Verspätungszuschläge und Zwangsgeld.

Sollten Sie keinen der Termine einhalten können, haben Sie immer noch die Möglichkeit, sich an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein zu wenden. So bekommen Sie bis Ende des Jahres Zeit.

Ab kommenden Jahr läuft die Frist dann generell bis zum 31. Juli. Für elektronische Erklärungen gilt schon jetzt in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern der 31. Juli als Abgabetermin.

Wenn Sie Ihre Erklärung alleine machen wollen, helfen Ihnen diese Tipps

Für viele Bürger ist sie eine lästige Pflicht – die Steuererklärung. Jedes Jahr müssen wichtige Unterlagen herausgesucht, mehrseitige Formulare ausgefüllt und wichtige Fristen eingehalten werden.

(ff/dpa)