(df/ah) - Wer der Meinung ist, dass der Sexualkunde-Unterricht in der Schule viel zu kurz kommt, sollte jetzt aufhorchen: Bei Wien öffnet in den nächsten Monaten die "Austrian International School of Sex" (AISOS) ihre Pforten, die alles rund um die Sexualität lehrt.

Um die Kursteilnehmer zu besseren Liebhabern zu machen, stehen in den rund 200 Unterrichtsstunden Basiskurse, Intensivkurse und Wochenendseminare für Paare auf dem Stundenplan, wie das österreichische Portal „news.at“ berichtet. Die Teilnehmer bekommen in den Vorlesungen Einblicke in die historische und moderne Sexualtheorie, lernen neue Sexpositionen kennen und erhalten Zärtlichkeitsschulungen. Neben der Theorie soll der Schwerpunkt eindeutig auf der Praxis liegen. Wie diese Praxis genau aussieht, ist noch nicht bekannt.

Die Schule soll schon für 16-Jährige zugänglich werden, weil das ein Alter sei, in dem die Sexualität gerade aufblühe, wie die schwedische Gründerin und Chefin Ylva-Maria Thompson gegenüber „news.at“ feststellt. Sie wurde durch eine Erotik-Fernseh-Show in Schweden bekannt, in der sie sehr provokant mit dem Thema Sexualität umging. Heute wird Thompson von ihrer Mitarbeiterin Melody Kirsch als "sehr erfahrene Lehrerin" bezeichnet. Sie rechtfertigt die Idee des ungewöhnlichen Studienfaches dadurch, dass die Menschen "ihren Körper, ihr Wissen und ihre beruflichen Qualifikationen trainieren, aber die Sexualität vernachlässigen".

Trotz aller Freizügigkeit ist der Ort der Universität geheim. Die Adresse wird nur eingeschriebenen Studierenden preisgegeben. Dadurch sollen Schaulustige abgehalten und die Diskretion bewahrt werden.

Wer sich zum "Sex-Experten" ausbilden lassen will, muss allerdings investieren. 1.400 Euro soll für ein Semester fällig werden. Wer denkt, sich mit diesem Geld einen Riesenspaß zu erkaufen, liegt allerdings falsch: Am Ende des Semesters stehen trotzdem noch Prüfungen an.