Die britische Hauptstadt steht für Finanzen, Musik und das Königshaus. Vier Tage erlebten wir London als pulsierende Multikulti-Großstadt und Touristenmagnet für jährlich über 30 Millionen Reisende.

Zwischen dem Touristentrubel und den Sehenswürdigkeiten an jeder U-Bahn-Station kann viel Lebenszeit und Geld liegen bleiben. Durch unsere Reiseplanung schafften wir es, beides zu sparen und so unseren Städtetrip in vollen Zügen zu genießen.

Erstens: Logistik – immer eine Spur voraus

London ist groß – wir haben in den 4 Tagen über 60 km zu Fuß zurückgelegt. Den inneren Ring der Millionenstadt konnten wir entlang der Themse auf unseren eigenen Beinen bewundern.

Knapp 20 km Rundweg vom Tower of London zum Big Ben übers London Eye zurück zur Tower Bridge. Mit vielen Fotopausen und zwischenzeitlicher Stärkung in einem der Pubs war das ein herrlicher Tagesausflug.

Damit sparten wir zwar Geld, aber spätestens bei Zielen wie dem Regent Park hätte der Fußmarsch viel zu lange gedauert.

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Londons U-Bahn-Netz als Retter für platte Füße

Zur Unterstützung und als echte Alternative dient das Londoner U-Bahn-Netz. Gefühlt war es egal, an welcher Haltestelle wir ausstiegen. Überall waren Sehenswürdigkeiten. Und selbst am Sonntag mussten wir nie länger als 5 Minuten auf eine Bahn warten.

Als besonderes Highlight fuhren wir mit den roten Doppeldeckerbussen der Linien 9 und 15 durch die Stadt. Im oberen Deck bekamen wir eine gute Aussicht auf zahlreiche Monumente und Bauten.

Austern mit sorgenfreiem Zahlsystem

Im Vorfeld besorgten wir uns die Visitors Oyster Card und buchten 20 £ auf die Karte. Diese gilt für öffentliche Verkehrsmittel und wird bei jeder Fahrt als Eintrittskarte verwendet.

Praktisch: Es gibt ein zonenabhängiges Tageslimit. Wenn dies überschritten ist, fallen an diesem Tag keine weiteren Kosten an – sozusagen die automatische Entscheidung zwischen Tageskarte und Einzelfahrten.

Mit dieser Variante sind wir deutlich günstiger gefahren als mit privaten Verkehrsmittel-Anbietern. Für vier Tage (inkl. An- und Abfahrt zum Flughafen Heathrow) haben wir pro Person knapp 30 £ benötigt.

Die Visitor Oyster Cards können bereits vor der Reise online (inkl. Guthaben) bestellt werden – so können Sie vor Ort direkt starten ohne an lästigen Schlangen anzustehen oder erst Geld zu tauschen.

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Zweitens: Zeit- und Kombitickets buchen

Für uns stand früh fest, dass wir das London Eye und Madame Tussauds besuchen wollen. Nach kurzer Recherche entdeckten wir die online buchbaren Kombitickets.

Anstatt 45 £ zahlten wir durch die Kombination nur 39 £ pro Person. Zusätzlich konnten wir noch eine Zeit auswählen.

Wir entschieden uns, zuerst Madame Tussauds zu besuchen und wählten 9:45 Uhr als Startzeit aus. Das entpuppte sich als goldrichtige Entscheidung, denn wir warteten geschlagene 30 Sekunden und standen nach 90 Sekunden vor Marilyn Monroe.

Als wir fast drei Stunden später aus dem Wachfigurenkabinett herauskamen, stand die Schlange einmal um das komplette Gebäude. Neue Wartezeit: Mindestens 60 Minuten.

Am nächsten Morgen erschienen wir 30 Minuten vor Öffnung beim Riesenrad London Eye – auch das erwies sich als gute Idee und hat nur zu weiteren 30 Minuten Wartezeit geführt. Die Alternative war eine etwa 500m lange Schlange am Nachmittag mit geschätzter Wartezeit von über 3 Stunden.

Beim Tower of London ist das Ganze sogar noch etwas praktischer – das online erworbene Ticket ist ab dem Kaufdatum eine Woche gültig. Somit konnten wir vor Ort entscheiden, wann das Wetter am schönsten oder die Schlange am kürzesten ist, um es einzulösen. Und die lange Schlange am Ticketschalter muss Sie so ebenfalls nicht interessieren.

Daher: Tickets vorher online bestellen und morgens nicht zu lange ausschlafen!

Drittens: Komfortzone verlassen – Neues probieren

Erschöpft von der Anreise und den ersten 11 km Fußmarsch mit Mini-Snack, hing unser Magen am Abend in den Kniekehlen. Wir wollten nur noch Essen und danach ins Bett.

Unfähig aus der eigenen Komfortzone zu kriechen, entschlossen wir uns für ein Kettenrestaurant. Fazit: Teuer, wenig Essen und so la la lecker.

Die nächsten Tage besuchten wir traditionelle Läden. Samstag: Chinatown. Sonntag: Blackfriar Pub. Montag: den angeblich besten Fish & Chips Betreiber.

Alles war deutlich günstiger und schmeckte so lecker, dass wir dort jederzeit wieder einkehren würden.

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Unsere Highlights der Finanzmetropole London

Besonders gefallen hat uns die British Library in der Nähe des Bahnhofes Kings Cross. Sie enthält jedes in Großbritannien gedruckte Buch und trumpft mit jahrhundertealten Schätzen (z.B. Magna Carta) auf. Diese werden in wechselnden Ausstellungen in der "Schatzkammer" völlig kostenfrei ausgestellt.

Als Finanzblogger besuchten wir selbstverständlich die U-Bahn-Station "Bank". Raus bei Exit 3 landeten wir direkt auf dem Platz vor dem Royal Exchange und der Bank of England. Im Innern des Royal Exchange befindet sich außerdem ein (nicht für den sparsamen Geldbeutel geeignetes) Café und einige Luxusgeschäfte.

Weiter geht’s die Straße entlang. Einmal nach rechts geschaut und schwupps waren wir in einer Welt voller Zauberer, Mythen und Geheimnisse. Harry Potter begrüßte uns in der Winkelgasse – der Treffpunkt für alle Banker in deren Mittagspause. Denn die Geschäfte haben nur zu den Bankzeiten geöffnet.

Die entscheidenden Tipps für unseren London-Trip haben wir allerdings in keinem Reiseführer gefunden. Stattdessen haben wir uns durch die verschiedenen London-Blogs geklickt. Die Stadt scheint viele vor uns verzaubert zu haben. Logisch, dass es eine enorme Fülle an Tipps & Tricks im Internet zu finden gibt.

Nutzen Sie die Suchmaschinen Ihrer Wahl und tippen jede erdenkliche Frage zur britischen Hauptstadt London ein – eine hilfreiche Antwort eines erfahrenen Reisenden findet sich mit Sicherheit.

Was ist Ihr Highlight in London und was empfehlen Sie uns auf unserem nächsten London-Trip nicht zu verpassen?

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London: Impressionen einer faszinierenden Metropole

Die britische Hauptstadt steht für Finanzen, Musik und das Königshaus. Vier Tage erlebten wir London als pulsierende Multikulti-Großstadt und Touristenmagnet für jährlich über 30 Millionen Reisende.

Marielle und Mike sind seit 2010 ein Paar und bloggen seit 2016 über Beziehungs- und Finanzthemen.