Sicher und bequem - eine Sofortrente bietet Rentnern verlässlich ein monatliches Zusatzeinkommen. Bevor sich Kunden für einen Vertrag entscheiden, sollten sie gut vergleichen.

Wer demnächst in den Ruhestand geht und noch etwas Geld übrig hat, kann sich überlegen, wie er damit seine Rente gut ergänzen kann. Meistens fällt die Entscheidung zwischen einem Auszahlplan oder einer Sofortrente. Hier müssen zukünftige Ruheständler genau hinsehen.

Denn nicht jeder Sofortrenten-Vertrag rechnet sich auch, wie eine Untersuchung von 26 Angeboten der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 12/2017) zeigt.

Eine Sofortrente ist eine sofort beginnende Rentenversicherung. Sie ist das Standardprodukt, wenn man einen größeren Geldbetrag in eine lebenslange Rente umwandeln will. Der Vorteil: Das Geld wird ein Leben lang gezahlt - egal wie alt man wird. Allerdings sind die Auszahlungen nicht sehr hoch.

Bei einem Auszahlplan muss man vorher festlegen, über wie viele Jahre dieser laufen soll. Die Erträge können hier höher sein als bei einer Sofortrente.

Im Test standen dem Modellkunden 100.000 Euro zur Verfügung. Das Ergebnis: Die Ausbeute ist laut Stiftung Warentest mit 321 Euro monatlicher Rente selbst beim Testsieger eher bescheiden.

Erfolg hängt von Kapitalmärkten ab

Zum Vergleich untersuchten die Experten, wie sich ein selbstgeschneiderter Auszahlplan aus risikoreicheren Aktien-ETF und sicherem Tagesgeld über 30 Jahre entwickelt. Hier hängt der Erfolg unter anderem von der Entwicklung auf den Kapitalmärkten und dem Mischverhältnis zwischen sicherer und risikoreicher Anlage ab.

Läuft es gut an den Kapitalmärkten, kann der Auszahlplan lukrativer sein als die Sofortrente. Bei einem ausgewogenen Mischverhältnis zwischen Tagesgeld und Aktien könnten Rentner laut "Finanztest" theoretisch 30 Jahre lang im Schnitt jeden Monat 562 Euro entnehmen.

Läuft es über Jahrzehnte schlecht, würde der Auszahlplan aber nur eine monatliche Rate von durchschnittlich 251 Euro abwerfen.

Für wen eignet sich was?

Die Sofortrente eignet sich vor allem gut für Menschen, die im Alter nicht auch noch ihr Vermögen verwalten wollen. Hier ist die Sofortrente eine bequeme Alternative, bei der monatlich ein bestimmter Betrag herauskommt.

Sie ist auch für Menschen mit einer geringen gesetzlichen Rente aber großem Ersparnis geeignet, da so Grundausgaben mit einer sicheren, monatlichen Zahlung abgedeckt werden können.

Wer neben der gesetzlichen Rente beispielsweise noch eine gute Betriebsrente bekommt, kann sein Vermögen auch in einem Auszahlplan anlegen und so seine Alterskasse ausbessern.

(mh/mit Material der dpa)

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