"Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer soll nach Medieninformationen noch mehr Steuern hinterzogen haben als sie bislang zugegeben hatte. In diesem Fall wäre ihre im November 2013 eingereichte Selbstanzeige unwirksam. Nun droht ihr sogar ein Strafverfahren.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" soll es um Einnahmen gehen, die Alice Schwarzer bei ihrer Selbstanzeige wegen eines Geldkontos in der Schweiz verschwiegen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft und die Steuerfahndung Köln haben demnach bereits diverse Objekte der Frauenrechtlerin durchsucht. Darunter soll nach Informationen des "Focus" auch die Wohnung Schwarzers sein. Zudem wurden mehrere Bankkonten der Feministin durchsucht.

Laut "Spiegel" besteht der Verdacht, dass Schwarzer Steuern aus selbstständiger Arbeit vorenthalten habe. Dabei soll es sich um eine sechsstellige Summe handeln.

Alice Schwarzer zahlte bereits 200.000 Euro nach

Im Februar dieses Jahres gab Schwarzer zu, Zinseinnahmen aus einem Schweizer Konto nicht versteuert zu haben. Sie zahlte nach ihrer Selbstanzeige im November 2013 200.000 Euro Steuern samt Zinsen nach.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre Schwarzers Selbstanzeige unvollständig. Sie hätte dann darin nicht alle relevanten Steuervergehen offenbart. Sollte ein Strafverfahren eingeleitet werden, muss sich Schwarzer auch für die hinterzogenen Erträge aus der Schweiz rechtfertigen. (tfr)