Eigentlich stimmt am Dienstag (14.6.2023) alles. Das Wetter war gut, der Nürburgring gesperrt, der Notar anwesend, die Film-Helis in Position. Doch dann machte die Technik des Evija X dem Plan, einen neuen Rundenrekord für Elektrofahrzeuge aufzustellen, einen Strich durch die Rechnung. Pannenursache: unbekannt.

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Lotus geht mit dem Evija X an die Grenzen

Das Hypercar musste auf einem Abschleppwagen die Strecke verlassen – der Rekord des VW ID.R mit 6:05,33 Minuten bleibt bestehen. Allerdings wird es nicht der letzte Versuch gewesen sein, mit dem Modell die Zeit des Wolfsburgers anzugreifen – offiziell wurde der Rekordversuch von Lotus allerdings nie bestätigt.

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Stattdessen heißt es vonseiten des britischen Autobauers gegenüber Autocar: "Der Evija X ist ein völlig neues Technologiekonzept von Lotus. Er basiert auf dem Evija-Straßenauto und ist der ultimative Ausdruck des Evija und wurde in den letzten Wochen auf mehreren Rennstrecken in mehreren Ländern getestet. Wir haben große Fortschritte gemacht, haben alle unsere Ziele erreicht und die Herausforderungen der Nürburgring-Nordschleife kennengelernt. Das Lotus-Ingenieurteam geht weiterhin an die Grenzen dessen, was mit dem Evija und dem leistungsstärksten EV-Antriebsstrang der Welt möglich ist."

Multimatic als Partner von Lotus

Auf der technischen Seite greift Lotus auf das Knowhow der Renntechnikfirma Multimatic zurück. Die ist unter anderem für die Arbeit am Ford GT und dem Mercedes-AMG One bekannt.

Entsprechend bringt der Prototyp mit ausgeprägter Aerodynamik, Sportfahrwerk und -reifen sowie einem großen Heckspoiler alle Voraussetzungen für ein Track-Tool mit. Hinzu kommen ein riesiger Frontsplitter und Seitenschweller aus Kohlefaser. Außerdem dürften die Ingenieure dem Hypercar mehr Leistung als die serienmäßigen 2.000 PS verpasst und das Leergewicht von 1.680 Kilogramm durch weitere Leichtbau-Maßnahmen reduziert haben.

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Evija X als erstes Kleinserienmodell der LAP-Abteilung

Ein Blick auf den Prototyp zeigt: Scheinwerfer, Bremsleuchten und Außenspiegel gibt es nicht mehr. Der Innenraum ist bis auf einen Überrollkäfig entkernt. Den Kontakt zur Straße halten Leichtmetallfelgen mit Pirelli P-Zero Slicks. Vermutlich kommt auch eine kleinere Batterie zum Einsatz, die deutlich leichter ist als die 600 Kilogramm schwere Serienbatterie.

Der Evija X könnte übrigens das erste Fahrzeug der neu gegründeten Lotus Advanced Projects (LAP) werden. Diese Abteilung soll künftig extreme Fahrzeuge in Kleinserie entwickeln.  © auto motor und sport

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