Erich Bitter wurde fast 90 Jahre alt. Sein Lebenswerk umfasst weit mehr als die Autos, die seinen Namen tragen. Die elterliche Familie betrieb einen Fahrradhandel in Schwelm bei Wuppertal. Also fährt er als Jugendlicher Rennrad, schafft es bis ins Profilager. Als er erkennt, dass es nicht ganz reicht, um mit den richtig Großen mitzuhalten, wählt er einen anderen Karrierepfad: Auto-Rennfahrer. Er fährt NSU, Abarth, Ferrari, Porsche, gehört zu den ganz Schnellen der Tourenwagen-Branche.

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Mit Opel verbunden

Dann wird er gebeten, einen geheimnisvoll-schwarzen Opel Rekord zu testen, die legendäre Schwarze Witwe von 1968. Er lernt die Opel-Chefs kennen, sie schätzen seine Rennfahrer-Künste und seinen Unternehmergeist. Denn längst importiert er Fahrerausrüstung und ist Abarth-Vertreter in Deutschland. Ab 1971 wird aus der Designstudie Opel CD Concept der Bitter CD. Der SC ist das nächste Serienmodell von Bitter. Danach stellt sich seine Firma anderen Herausforderungen, etwa dem Prototypen-Bau. Als kreativer Geist im Hintergrund bleibt dem Unternehmen erhalten. Dressurreiten, Marathonlaufen oder Malen sind weitere Tätigkeiten, denen sich der unermüdliche Westfale bis kurz vor seinem Tod widmet. Dass Erich Bitter fehlen wird, ist zu wenig gesagt. Persönlichkeiten wie ihn wird es in der deutschen Autoszene wohl nicht mehr geben.  © auto motor und sport

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