Bentley Continental GT: So edel ist die Neuauflage des Luxuscoupés

Mit dem neuen Bentley Continental GT legen die Briten die Messlatte im Club der Nobelcoupés mal wieder verdammt hoch. Die Neuauflage des Bestsellers der Marke strotzt nur so vor Kraft und Luxus. Wie zu erwarten war, übernimmt das neue Modell optisch zudem viele Elemente des Konzeptstudie Bentley EXP 10 Speed 6. © 1&1 Mail & Media/ContentFleet

Mit dem neuen Bentley Continental GT legen die Briten die Messlatte im Club der Nobelcoupés mal wieder verdammt hoch. Die Neuauflage des Bestsellers der Marke strotzt nur so vor Kraft und Luxus. Wie zu erwarten war, übernimmt das neue Modell optisch zudem viele Elemente des Konzeptstudie Bentley EXP 10 Speed 6. In der Serie wirkt das Design aber genauso stimmig.
Das Wichtigste vorweg: Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern bleibt sich Bentley bei der Motorisierung des neuen Continental GT treu. Im Bug des Luxusgleiters sitzt ein neu entwickelter 6,0 Liter großer Zwölfzylinder.
635 PS und ein maximales Drehmoment von gewaltigen 900 Newtonmetern wollen das Coupé in nur 3,7 Sekunden auf Tempo 100 wuchten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 333 km/h. Für butterweiche Schaltvorgänge soll ein neues Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe sorgen.
Das wohl auffälligste Zeichen in puncto Design setzt die neue Frontpartie, deren gigantischer Kühlergrill alles überstrahlt. Links und rechts davon sitzen die ebenfalls neu gestalteten LED-Scheinwerfer.
Aber auch das Heck hat nichts mehr mit dem leicht pummeligen Image des Vorgängers gemeinsam. Eine spezielle Diamant-Textur sorgt an bei den neuen ovalen Rückleuchten für mehr Tiefenwirkung.
Das neue Design und das Chassis des Porsche Panamera sorgen insgesamt für eine deutlich dynamischere und elegantere Formsprache als beim Vorgänger. Die Vorderachse rückt deutlich weiter nach vorne, was sich positiv auf die Gewichtsverteilung auswirkt und den sportlichen Charakter unterstreicht.
Für die gewohnt souveränen Fahreigenschaften sorgen unter anderem eine Dreikammer-Luftfederung mit Wankstabilisierung, serienmäßiger Allradantrieb und eine Launch-Control. Eingebremst wird das gut 2,2 Tonnen schwere Luxuscoupé von einer Zehnkolben-Bremsanlage mit 420er-Bremsscheiben.
Was die Ausstattung angeht, sollen natürlich keine Wünsche offen bleiben. So stehen Kunden allein 17 Standard-Außenfarben (optional 70 Spezial-Farben) und im Innenraum 15 Teppiche, acht Furniere sowie 15 individuelle Oberflächen-Finishs zur Auswahl.
Die neuen Scheinwerfer stechen nicht nur optisch ins Auge, sie sind auch serienmäßig mit LED-Matrix-Licht ausgestattet und unterstreichen das markante Gesicht der Neuauflage.
Platzangebot, Materialien und Verarbeitung lassen absolut keine Wünsche offen. Das Design entspricht dem modernen Zeitgeist und wirkt wie gewohnt britisch Nobel. Die Instrumente sind jetzt volldigital.
Das Armaturenbett zeigt sich im neuen Continental GT ebenfalls deutlich aufgeräumter und strukturierter. Als Highlight in der Mitte sitzt das neue „Rotating Display“. Wie die Nummernschilder von James Bond, dreht sich der 12,3 Zoll große Touchscreen auf Wunsch und verwandelt sich in eine glatte Edelholzfläche.
Wer es besonders traditionell bevorzugt, kann sich auf der Rückseite des Displays auch für eine Variante mit drei kleinen Rundinstrumenten entscheiden. Eine Außentemperatur-Anzeige, ein Kompass und ein Race-Timmer kommen zum Vorschein.
Nobel zeigt sich auch das Fond des 2+2-Sitzers. Auf so großzügige Platzverhältnisse wie auf den vorderen Sitzen sollte man aber nicht hoffen.
Dass man bei Bentley auf Luxus bis ins kleinste Detail Wert legt, zeigt sich auch an den edlen Türverkleidungen. Neben der Standard-Soundanlage (10 Lautsprecher, 650 Watt), kann optional auch auf ein Soundsystem von Bang & Olufsen (16 Lautsprecher, 1.500 Watt) oder eine High-end-Ausstattung des britischen Sound-Spezialisten Naim (18 Lautsprecher, 2.200 Watt) geupgradet werden.
Seine Publikumspremiere wird der neue Bentley Continental GT auf der IAA in Frankfurt (14. bis 24. September) feiern. Preise haben die Briten noch keine genannt. Auch zur ausstehenden Cabrio-Version gibt es bisher keine Informationen.