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03.02.2012, 10:23 Uhr

Russland plant Mondlandung für 2020

Moskau (dpa) - Ungeachtet von Pannen treibt Russland seine ehrgeizigen Raumfahrtpläne voran: 2020 soll ein Kosmonaut auf dem Mond stehen. Der aktuelle Zeitplan der Raumfahrtnation gerät allerdings wegen eines technischen Defekts erneut durcheinander.

Vor einer Landung von Menschen werden zwei russische Raumsonden auf dem Erdtrabanten landen, wie der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau, Wladimir Popowkin, am Donnerstag dem Radiosender Echo Moskwy sagte. Roskosmos und die US-Weltraumbehörde Nasa vereinbarten unterdessen, den wegen einer defekten Sojus-Landekapsel verschobenen Start von drei Raumfahrern zur Internationalen Raumstation ISS um rund sechs Wochen auf den 15. Mai zu verschieben.

Die russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und Sergej Rewin sowie der US-Astronaut Joseph Acaba würden dann mit einer neuen Sojus-Kapsel vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben, sagte der Chef des Roskosmos-Programms für bemannte Raumflüge, Alexej Krasnow, der Agentur Interfax in Moskau. Der Start war ursprünglich für den 30. März vorgesehen.

Drei der sechs Crew-Mitglieder, die derzeit auf der ISS arbeiten, müssten wegen der Panne bis Ende April statt wie bislang geplant bis Mitte März auf dem Außenposten der Menschheit bleiben, sagte Krasnow. Roskosmos hatte zuletzt mit zahlreichen technischen Problemen zu kämpfen.

Von Rückschlägen wie dem Verlust der Marsmond-Sonde "Phobos-Grunt" im Januar wolle sich die russische Raumfahrt nicht aufhalten lassen, kündigte Roskosmos-Chef Popowkin an. "Die Forschung ist reif, den Mond zu nutzen."

Das spektakuläre Isolationsexperiment Mars500 soll an Bord der Internationalen Raumstation ISS wiederholt werden, betonte Popowkin. "Wir verhandeln bereits mit der US-Behörde Nasa und der Europäischen Raumfahrtagentur Esa über einen solchen Versuch in rund 350 Kilometern Höhe über der Erde." Bei der Studie Mars500 hatten sechs Männer 2010/11 insgesamt 520 Tage lang in einem nachgebauten Raumschiff in Moskau einen Mars-Flug simuliert.

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9 Meinungen zu "Mondlandung für 2020 geplant"

  • Nachrichtenleser
    Mittwoch, 09.05.2012, 12:16 Uhr
    Beim Thema "Mondfahrt" fiel mir ganz spontan ein, das es eigentlich ein Wunschdenken von mir ist. Die Raumkapsel so zu konstruieren, das sie groß genug ist, das einige Leute da reinpassen, die man sich dorthin wünscht. Dann sind sie unter sich und brauchen hier unsere Welt nicht mehr verbal zu verbessern. Bei eingen wäre auch die Kostenfrage geklärt. z.B. Wulff als Commander ganz vorneweg. Sicher kein schlechter Wunschtraum, dem niemandem wirklich schadet. Die Leute wären halt nur etwas weiter weg und ständig kämen neue Bewohner dazu. Ein Planet ganz für sich. Danach wäre es sicher interessant zu beobachten, wie lange es dauern würde, bis auch auf dem Mond die ersten Rauchwolken aufsteigen würden und die Menschen sich die Köpfe einschlagen, wie lange es dauert, bis der Mond unbewohnbar wäre? Alles das fällt mir spontan dazu ein. sichr nicht wichtig. eben nur mal so ein Gedanke, eine einfache Meinung eben.
  • opinator
    Dienstag, 21.02.2012, 12:28 Uhr
    und der russe muss die utensilien von 69 für den americaner mitnehmen und dort austellen samt flagge. sonst gibtes keine weizenlieferung mehr!!!!
  • Altayr
    Freitag, 03.02.2012, 16:02 Uhr
    @ DasLyrischeIch: Leider ja!
  • DasLyrischeIch
    Freitag, 03.02.2012, 15:57 Uhr
    2020 zum Mond? Ich wette, das ist wieder mal so eines von den vielen Vorhaben in der Raumfahrt, das letztendlich am Geld scheitert.
  • Elric
    Freitag, 03.02.2012, 15:54 Uhr
    Zum einen finde ich es schoen, dass die Menscheit zum Mond zurueckkehrt. Zum anderen finde ich es schade, dass es sich um zwei nationale Projekte (China, Russland) handelt und nicht um eine gemeinsame Anstrengung.
  • Altayr
    Freitag, 03.02.2012, 12:32 Uhr
    @ camulos: Wenn man heutzutage die Massen ebenso begeistern könnte und einen ebenso großen Etat zur Verfügung hätte wie damals, dann wäre es vermutlich auch ein Kinderspiel... Heutzutage kann man nicht mal einen profanen Kopfbahnhof bauen ohne sich Jahrzehnte deswegen zu zerfleischen. Daran sollten sie mal denken...
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