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20.07.2012, 15:24 Uhr

Gibt es bald ewiges Leben?

(mfr/ah) - Seit jeher versuchen Wissenschaftler einen Weg zu finden, Menschen unsterblich zu machen. Diesem Projekt hat sich auch ein Russe verschrieben, der mit seiner Initiative "2045" das menschliche Gehirn in einen Roboter verpflanzen will. Für das nötige Geld sollen die reichsten Menschen der Welt sorgen.

Der Medienunternehmer Dmitry Itskov will den Traum von der Unsterblichkeit ab dem Jahr 2045 Wirklichkeit werden lassen. Über seine Pläne informiert er auf seiner Website "2045.com". Wie aber soll das funktionieren? Zusammen mit einem Team von 30 Forschern plant Itskov, das menschliche Gehirn in einem humanoiden Roboter weiterleben zu lassen. Das ist ein Roboter, der der menschlichen Gestalt nachempfunden ist. Auf diese Weise möchte er das menschliche Leben radikal verlängern.

Schnick, Schnack, Schnuck: Dieser Roboter gewinnt immer Video

In Sachen Schnick Schnack Schnuck hat's der Spielgefährte drauf. >

Sein Vorhaben teilt Itskov in vier verschiedene Arbeitsschritte ein. Von 2015 bis 2020 plant er, eine Roboter-Kopie des Menschen anzufertigen. In diese soll innerhalb der darauffolgenden fünf Jahre das menschliche Gehirn verpflanzt werden. Im dritten Schritt soll der wichtigste Teil des Menschen - dessen Persönlichkeit - in ein künstliches Gehirn übertragen werden. Das Projekt ist dann von Erfolg gekrönt, wenn im Jahr 2045 menschliches Leben in einer Art Hologramm-Körper möglich sein sollte.

Menschen mit einem körperlichen Leiden könnten von dieser bahnbrechenden Technologie profitieren, heißt es auf Itskovs Website. "Jeder Patient mit einem gesunden Gehirn hat die Möglichkeit, zurückzukehren in ein Leben mit einem voll funktionsfähigen Körper."

Es liegt nahe, dass dieses - gelinde gesagt - ambitionierte Projekt Milliarden an Forschungsgeldern verschlingen wird. Dafür hat sich Dmitry Itskov bereits eine Lösung einfallen lassen: Wieso nicht die reichsten Menschen der Welt um finanzielle Unterstützung bitten? In einem offenen Brief auf "2045.com" richtet sich der 31-jährige Russe direkt an die von "Forbes" gelisteten Milliardäre dieser Welt: "Sie haben hart an Ihrem Erfolg gearbeitet und damit oftmals Ihre Gesundheit und Lebensdauer gefährdet (…). Im Moment finanzieren Sie noch Wirtschaftsprojekte, die Ihnen nur weitere Millionen einbringen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, in die Verlängerung Ihres Lebens bis hin zur Unsterblichkeit zu investieren." Taktisch geschickt erinnert Dmitry Itskov an all die verpassten Chancen, die man am Ende seines Lebens bedauern wird. Eines Tages möchte Dmitry Itskov seine Technologie jedem Interessierten zugänglich machen. Zwar koste heutzutage ein humanoider Roboter noch 300.000 Dollar, irgendwann könne die Technologie aber sicher in Massenproduktion gehen. Dann wären die Kosten seiner Meinung nach mit denen eines Autos vergleichbar.

Den "Segen" des Dalai Lama hat der Medienunternehmer immerhin schon: Bei einem Treffen in Dharamsala (Nordindien) sollen er und das Oberhaupt des Buddhismus die anvisierten Meilensteine des Projektes besprochen haben, wie die Webseite "neurogadget.com" schreibt.

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428 Meinungen zu "Gibt es bald ewiges Leben?"

  • kommenundgehen
    Freitag, 03.05.2013, 09:48 Uhr
    Wozu? Wenn die "Wissenschaft" das Leben verlängern kann, dann sollte sie wenigstens wissen, wann es normalerweise zu Ende gewesen wäre. Den Wissenschaftern gönne ich das ewige Leben. Alt werden kann eine Gnade, ABER auch eine Strafe sein.
  • IchMagWerder
    Freitag, 03.05.2013, 08:34 Uhr
    Hey, Protagoras. Das Bewusstsein steckt natürlich im Gehirn. Wo denn sonst? Und im übrigen bin ich der Meinung, dass der Mensch genau das ist: Eine raffinierte Maschine, ein "Bio-Roboter", wenn du so willst, der aufgrund der Komplexität seines Steuerungsorgans zur Selbsterkennung fähig ist.
  • bluegrey
    Freitag, 03.05.2013, 08:02 Uhr
    *schmunzel* .... irgendwann wird es diese Technologie gewiss geben, sofern Homo Sapiens sich nicht vorher selbst umbringt, aber .... glaubt jemand daran, dass eine "derartige" Behandlung dann auch für Standard-Tarife der Krankenversicherung zu bekommen ist?? W.K.! (Wohl kaum). Es wird wohl schon die Platin-Gesundheitskarte sein müssen, um auf solcge Leistungen Anspruch erheben zu können. Eine Karte, ohne finanzielles Limit. Das "gemeine Volk" auf diese Weise "unsterblich" zu machen, dürfte kaum im Blickfeld der Investoren liegen ;-) Es sei, denn, diese Technologie wir zugleich der Schlüssel zur Eindämmung des ungezügelten Bevölkerungswachstums. Wozu neue Arbeitssklaven gebären, wenn die mechansierte Version 500 Jahre lang in Betrieb zu halten ist :-) ... schöne neue Welt
  • silent27c
    Montag, 07.01.2013, 16:08 Uhr
    Leben und leben lassen ist eine Weisheit. Die Menschen, die nicht ewig leben wollen, werden zu nichts gewzungen und die denen ein Leben reicht und denen die mit einem nicht zurecht kommen, brauchen diese Technologie nicht zu nutzen. Was ist aber mit denen die es wollen? Hat Gott uns nicht den freien Willen gegeben? Darf ich nicht entscheiden, was ich möchte? Ich für meinen Teil möchte lang leben, sehen wie sich alles entwickelt, immer tiefer forschen und die Schönheit des Lebens immer weiter auskosten. Das Leben ist so wunderschön, lasst es doch denen, die es ein wenig länger genießen wollen.
  • protagoras
    Montag, 12.11.2012, 14:27 Uhr
    Ich finde die Idee gut. Vorweg - es wird nicht funktionieren! Dann wird die Menschheit begreifen, dass das Bewusstsein nicht im Gehirn steckt und dass der menschliche Körper mehr ist als ein raffinierter Bioroboter.
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