Nach Aus der Biermösl Blosn starten Geschwister neu
In Anlehnung an den Volksmusiktitel "Fein sein, beinander bleibn" inszenieren sie einen zweistündigen Hausmusikabend. Darin geben sie tiefe Einblicke in das turbulente Leben einer Großfamilie und sparen auch nicht mit herber Kritik am politischen und gesellschaftlichen Zustand der Republik.
Den roten Faden spinnen die gemeinsamen Proben für allerlei fiktive internationale Auftritte in USA und China. Dabei wärmen die Geschwister immer wieder alte Streitereien um die Vormachtstellung in der Kindheit auf. Horst Seehofer widmen sie ein Lied, das in derber Form das Buhlen der potenziellen Nachfolger um die Gunst des CSU-Chefs besingt. Christoph ("Stofferl") Well, der musikalische Kopf der Gruppe und Virtuose an Trompete, Alphorn oder Harfe, rappt mit vollem Stimm- und Körpereinsatz gegen den Verfall des Milchpreises an. In der Rückschau auf 50 Jahre Bayern steigt der Preis für die Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest von 1,80 Mark auf 8 Millionen Euro.
Zumindest am Premierenabend schlüpfte der Kabarettist Gerhard Polt in die Rolle des Haus-Nikolaus der Familie Well. Der tatsächlich auf der Bühne sitzenden über 90-jährigen Mutter von 15 Kindern entlockt er bei der Auflistung aller Kindsnamen nur ein achselzuckendes "Ja mei". Die Regie des ebenso amüsanten wie musikbereichernden Abends hat Franz Wittenbrink - am Ende viele Vorhänge für das Ensemble, das erst nach drei Zugaben von der Bühne gelassen wird.
1 Meinungen zu ""Neustart" bei den Biermösl Blosn"
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Yetisitter
Dienstag, 07.02.2012, 07:44 Uhr Die Biermösl Blosn sind klasse. Aber die waren doch nur zu dritt. Wenn von 6 Geschwistern die Rede ist, dann sind die 3 Schwestern auch mit dabei (die hießen glauch ich "Walküren"). Die fand ich aber nicht so gut.
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