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03.02.2012, 18:06 Uhr

Streit um Elbphilharmonie

Hamburg (dpa) - Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hat die politische Verantwortung für die Probleme beim Bau der Elbphilharmonie übernommen.

"Soweit diese Probleme in meiner Amtszeit liegen, trage ich dafür die Verantwortung im Guten wie im Schlechten", sagte Beust am Donnerstag vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) im Großen Festsaal des Rathauses. Die Entscheidung zum Bau der Elbphilharmonie würde er auch heute wieder so treffen.

"Ich bedaure es, dass die Schwierigkeiten, Verzögerungen, Kostensteigerungen und Verhandlungen über weitere Kostensteigerungen die richtige Entscheidung negativ belasten", sagte von Beust. "Die politische Verantwortung trage ich." Er weise es aber von sich, "vorsätzlich oder fahrlässig" Schäden verursacht zu haben. Auch habe er nicht versucht, den Bau voranzutreiben oder die Kosten herunterzurechnen. "Beschleunigung war nie meine Absicht (....), dass Kosten runtergerechnet wurden, weise ich zurück." Eine "Salamitaktik" habe es nicht gegeben. "Wenn die Kosten sowieso rauskommen, ist es unsinnig, sie zu verschweigen", sagte der ehemalige Bürgermeister.

Von Beust gilt als tragende Figur in dem Streit um das Jahrhundertbauwerk. Kritiker machen ihn für zahlreiche Fehlentwicklungen bei dem Prestigeprojekt verantwortlich. Wie viel der Steuerzahler für den Bau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron zahlen muss, ist noch offen. Zunächst sollte die öffentliche Hand für das Bauwerk 77 Millionen Euro zahlen. Zuletzt lag der öffentliche Anteil bei mindestens 323 Millionen Euro, die Eröffnung wurde um mehrere Jahre auf Ende 2014 verschoben.

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23 Meinungen zu "Streit um Elbphilharmonie"

  • basti99884
    Freitag, 03.02.2012, 13:31 Uhr
    @strengerHERR Bitte informier dich, bevor du versuchst klug zuscheißen! Du würdest sehr schnell das Wort GmbH (Gemeinschaft mit beschränkter Haftung) finden und dann wird dir auffallen, dass Haftung bei Unternehmern sehr viel komplexer ist, als du meinst. Und die wenigstens wirklich 100% haften ;) Desweiteren glaube ich nicht, dass du persönlich zur tilgung deiner Fehler herangezogen wirst, wenn du Scheiße auf der Arbeit baust. Also. Nächste mal bitte nachdenken. ;)
  • strengerHERR
    Freitag, 03.02.2012, 11:22 Uhr
    Verantwortung ist nur ein Wort, die kann jeder andere übernehmen, der gerade das Wort aussprechen kann. Wenn Herr van Beust wirklich Verantwortung übenehmen will , dann soll er 90 % seines Vermögens für die Schuldentilgung zahlen, da es ja sein Fehlerl war. Jeder Unternehmer haftet für seine Fehler zu 100 %. !!! Erst dann hat er wirklcih Verantwortung übernommen, ansonsten 10 Jahre Knast, zur Abschreckung für die übrigen Politiker, die als "Treuhänder " unsere Steuern zum Fenster raus werfen !!!
  • Teddy1956
    Freitag, 03.02.2012, 10:58 Uhr
    @Mertens67 S. 2 „Bauprojekte liegen Monatelang im Rathaus aus, zum Einspruch für Jedermann!!!!!“ „Schön“ daß Bauprojekte ausliegen …. Meistens gut versteckt. Warum wohl ??? Bauprojekte/Projekte sollten mehrfach in der Presse, sowie in Bezirks- und Ortsämtern und in Bürgerhäusern, z. B., gut sichtbar für jedermann bekannt gegeben werden, mit dem Hinweis wo die Informationen einzusehen sind. Die endgültigen! Ausgaben sollten bei Auslegung des Projektes feststehen und ebenso bekannt gemacht werden. Im Übrigen habe ich keine Lust einmal im Monat eine „Weltreise“ ins Rathaus zu unternehmen, um von Projekten zu erfahren. Und welcher Berufstätige hat Zeit dazu? In seiner Arbeitszeit? Oder hat das Rathaus auch nach Feierabend bis 22°° Uhr für die interessierten Bürger auf? Auch kann ich als Otto-Normalbürger weder die Ausschreibung lesen/verstehen, noch bin ich in der Lage die einzelnen Kosten beurteilen zu können. Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht in die Stadt fahren können, haben auch ein Recht auf Informationen und Einspruch. Nur mal so am Rande: Bei der Haspa im Norden Hamburgs liegt ein Bauprojekt aus. Schön anzusehen, aber absolut keine Informationen, geschweige denn die Kosten dieses Objektes. Also wozu diese Auslage?
  • hhmusic
    Freitag, 03.02.2012, 10:40 Uhr
    pjw Dieses ganze Gequatsche bringt nichts und kostet nur noch mehr Geld. MIch würde mal interessieren, was die ganzen Untersuchungsausschüsse bewirkt haben ausser, dass die Schuldzuweisungen hin und her geschoben wurden, der Weiterbau weiterhin stagniert und mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen ist. D ie bei Politikern übliche und dümmliche Übernahme der politischen Verantwortung hat letztlich in diesem Fall keine Konsequenzen. Neben vielen Vorteilen hat die Demokratie den Nachteil, dass wir nur wenige starke Politiker haben, die dank ihrer Persönlichkeit Entscheidungen durchsetzen können, ohne dass viele Quatschköppe, Quertreiber und Hampelmänner ihren mehr oder weniger qualifizierten Senf dazu geben. Der grundlegende Fehler von Herrn von Beust liegt wohl eher darin, dass er während seiner Amtszeit versäumt hat, die Verwaltung so strukturieren, dass die Entscheidungen für erforderliche Maßnahmen unkoordiniert von verschiedenen Stellen, die auch noch gegeneinander arbeiten, getroffen werden.
  • Teddy1956
    Freitag, 03.02.2012, 10:33 Uhr
    @claerus „Ole von Beust hat das System verstanden und Hamburg ein bisschen mehr Glanz verleihen wollen“ Nein, es ging ihm weniger um den Glanz Hamburgs, mehr denn sich ein Denkmal zu setzen – bei leeren Kassen, wohl bemerkt. „Das wiederum wird Hamburg in den nächsten Jahrzehnten wirtschaftlich sehr helfen.“ Im Negativen ganz bestimmt, wie wir seit Baubeginn erleben. Oder glaubst Du allen Ernstes, daß die Elbphilharmonie jemals fertig wird??? Mir ist noch keiner über'n Weg gelaufen, der nicht über diesen Bau den Kopf geschüttelt hätte.
  • Jelmera
    Freitag, 03.02.2012, 10:26 Uhr
    Liebe Leute, diese Abzocke hat System und die Elbphilarmonie ist nur die Spitze des Eisbergs. Die zukünftige und von vielen Politikern angestrebte Entwicklung ist sehr gut zusammengefasst in einem Artikel der Taz vom 28./29. Januar. Wer sich WIRKLICH informieren will, sollte es unbedingt lesen unter http://taz.de/Staatslobbyismus/!86563/ Aber vorsicht: wer sich nicht aufregen möchte, sollte es besser nicht lesen. Gruß, Jelmera
  • JayBeeXX
    Freitag, 03.02.2012, 10:22 Uhr
    Jeder Politiker versucht sich ein Denkmal zu setzen...
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