In Ungarn für Vettel nichts zu holen - Hamilton siegt
"Ein fantastisches Rennen vom Anfang bis zum Ende", funkte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh Sieger Hamilton nach der Zieleinfahrt beim Großen Preis von Ungarn zu. "Unglaublicher Tag, großartige Arbeit vom gesamten Team", jubelte Hamilton.
An einem rabenschwarzen Sonntag für Rekordchampion Michael Schumacher mit Überrundung nach nicht mal der Hälfte der Renndistanz hielt Vettels Juli-Fluch dagegen auch im fünften Jahr an. Mit 42 Punkten Rückstand auf den WM-Führenden Fernando Alonso, der diesmal nur Fünfter wurde, verabschiedete sich der Heppenheimer in die Zwangsferien der Formel 1.
Vor der Sommerpause führt der Spanier (164 Punkte) nach elf von 20 Rennen mit 40 Zählern Vorsprung auf Vettels Red-Bull-Kollegen Mark Webber. Der Australier liegt nun nur noch zwei Zähler vor Vettel (122). Auf Rang vier der WM-Wertung schob sich Ungarn-Sieger Hamilton (117) an Räikkönen (116) vorbei.
Beim WM-Titelverteidiger Vettel war bereits der Start missglückt. Während Pole-Fahrer Hamilton sofort weg rauschte, gelang Vettels Angriff von Startplatz drei auf den vor ihm startenden Franzosen Roman Grosjean (Lotus) nicht. Hamiltons McLaren-Kollege Jenson Button profitierte davon und zog am Deutschen vorbei.
Für Vettels Kumpel Schumacher war das rabenschwarze Rennwochenende zu diesem Zeitpunkt schon perfekt. Nach dem Qualifikationsdebakel am Samstag und dem deprimierenden Startplatz 17 musste der siebenfache Champion wegen eines technischen Problems an seinem Silberpfeil aus der Box starten. Aufgrund des Mercedes-Malheurs wurde das gesamte Feld auf eine weitere Aufwärmrunde geschickt. Das Rennen wurde dadurch von 70 auf 69 Runden verkürzt.
Zu allem Überfluss bekam Schumacher nach einer zu schnellen Fahrt durch die Boxengasse eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Nach 60 Runden war das Rennen am Ende gar vorzeitig beendet. Mercedes-Kollege Nico Rosberg fuhr als zweitbester Deutscher auf Platz zehn vor Nico Hülkenberg (Force India), Elfter wurde. Marussia-Pilot Timo Glock kaum auf Rang 21.
Bei der großen Hitze auf dem 4,318 Kilometer langen Hungaroring entwickelte sich von Beginn an ein von der Taktik geprägtes Rennen. Nahezu alle Fahrer bemühten sich, die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen, Überholmanöver gab es wie so oft in Ungarn kaum.
Vettels australischer Red-Bull-Kollege Webber war der einzige Fahrer der Top-20-Starter, der mit Mediumreifen begann. Fast das gesamte Feld wählte zu Beginn die weiche Mischung. Die Top-Fahrer wechselten nach den ersten Boxenstopps von Runde 15 an auf die harten Gummis, Vettel blieb auf den soften Reifen und machte Druck auf Button. Trotzdem gelang das Überholen nicht. "Lass uns etwas versuchen", wies Vettel via Funk sein Team nach 31 Runden an.
Mit seinem zweiten Boxenstopp spielte Button drei Umläufe später Red Bull in die Karten. Der der Brite wechselte zurück auf die schnelleren weichen Reifen und hing fortan hinter Williams-Pilot Bruno Senna fest. Vettel nutzte die freie Fahrt, holte auf Hamilton und Grosjean auf und reihte sich nach seinem zweiten Stopp in Runde 39 vor Button ein.
Den angestrebten Sprung aufs Podium verhinderte allerdings der stark fahrende Räikkönen. Der Ex-Champion fuhr auf seinen gebrauchten Pneus gegen Mitte des Rennens eine schnellste Runde nach der anderen. In Runde 46 behauptete der Finne nach seinem zweiten Reifenwechsel bei der Boxen-Ausfahrt in einem packenden Team-Duell gegen seinen Lotus-Kollegen Grosjean Rang zwei hinter Hamilton. Der Brite wehrte bis zum Schluss die Angriffe Räikkönens ab und holte nach 302,289 Kilometern seinen 19. Grand-Prix-Sieg.
55 Meinungen zu "Hamilton fährt allen davon"
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orgel38
Montag, 30.07.2012, 12:40 Uhr mali1949 462 Beiträge @jm888 @ maranelloF1: Warum soll gerade die F1 bzw. MSC damit anfangen den notleidenden Menschen in der 3. Welt zu helfen ? Wenn dann müssen schon alle überbezahlten "Top-Sportler" an einem Strang ziehen, ich sage nur Bundesliga... ---------------------------------------------------------------------------------- wissen ist Macht - nichtwissen macht nix. Das scheint Deine Philosofie zu sei. Eine kleine Hilfe: Als es in Südostasien den grossen Tsunami mit der 30m-Welle gab, hat Schumi mal eben so 10 (zehn) Millionen $ rübergereicht. Die Sammlung in ganz Deutschland hatte damals 7,5 Millionen € gebracht. Wie war das doch gleich mit dem Wissen ? +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Warst du dabei,als Sch.die 10Mill.rübergereicht hat? Erzählen kann man viel. Das wären gerade mal 1% von seinem Vermögen. Wenn ich 10€ von meiner Rente spende (was ich auch getan habe) sind das auch 1%. Also,was soll die Prahlerei?? -
skipper55
Montag, 30.07.2012, 09:49 Uhr Ohne den 3. Stop wäre Seb wahrscheinlich nicht auf P4 gelandet. Von daher war der Stop tatsächlich gut und richtig! -
deathangel66
Montag, 30.07.2012, 09:35 Uhr ClubofRome | 264 Beiträge Sehr gute Leistung von Hamilton und den Renault. Das Rennen selbst war jedoch im Allgemeinen ein wenig zäh. Gut, dass Vettel zum Schluss nochmal in die Box gefahren ist. Damit hat er sich den 4. Platz gesichert und ist nicht auf dem Podest gelandet. Jede Siegerehrung ohne Vettel ist eine gute Siegerehrung! _________________________________________________ Du sprichst mir aus der Seele. Obwohl der 4. Platz für Vettel immer noch viel zu gut ist. So ca. 20 Plätze!? -
awal
Montag, 30.07.2012, 09:15 Uhr Hier haben einige Personen offenbar ein Problem mit Michael Schuhmacher .. warum eigentlich? Der macht das, was ihm Spaß macht, bekommt dafür Geld und muß keinem mehr was beweisen! Das Problem seit ihr, Neid der Erfolglosen... könnte man annehmen :-) Nun, ich bin sicher, Mercedes würde den nicht bezahlen, wenn sie davon keinen Vorteil hätten. Und, wenn einem Rennfahrer im 11.ten Rennen zum siebtenmal das Auto kaput geht, dann schaut man einfach schlecht aus, auch als siebenfacher Weltmeister! Ich bin mir sicher, wenn es Mercedes schafft, Schuhmacher ein wirklich konkurenzfähiges und zuverlässiges Auto zu stellen, dann fährt der auch ganz vorne mit. Überhaupt, Auto fahren können die Jungs in der F1 alle ! -
skipper55
Montag, 30.07.2012, 08:56 Uhr @dfnubdf Wenn man aufs Gaspedal tritt und der Drehzahlbegrenzer nicht funzt "brettert" man in Bruchteilen von Sekunden deutlich über dem Tempolimit. Und die Piloten sind es gewohnt immer voll aufs Gas zu latschen bid der Begrenzer abregelt. -
lamborgini12
Montag, 30.07.2012, 08:49 Uhr Orgel 38.Welche Weltmarke meinst Du denn?Doch nicht etwa Mercedes,oder?Was kann er dafür,wenn der Hersteller,oder R.Brawn nicht in der Lage sind,ein Auto zu bauen,oder weiter zu entwickeln,wo mit man siegen kann.Guck dir Sauber ,Williams,Force India,usw.an,das sind kleine Teams,aber die bewegen was. -
mali1949
Montag, 30.07.2012, 08:43 Uhr @jm888 @ maranelloF1: Warum soll gerade die F1 bzw. MSC damit anfangen den notleidenden Menschen in der 3. Welt zu helfen ? Wenn dann müssen schon alle überbezahlten "Top-Sportler" an einem Strang ziehen, ich sage nur Bundesliga... ---------------------------------------------------------------------------------- wissen ist Macht - nichtwissen macht nix. Das scheint Deine Philosofie zu sei. Eine kleine Hilfe: Als es in Südostasien den grossen Tsunami mit der 30m-Welle gab, hat Schumi mal eben so 10 (zehn) Millionen $ rübergereicht. Die Sammlung in ganz Deutschland hatte damals 7,5 Millionen € gebracht. Wie war das doch gleich mit dem Wissen ?

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