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31.08.2010, 14:07 Uhr

Test ergibt: Nacktscanner taugt nichts

(sist/mac/dpa) - Das war's erst mal mit dem Nacktscanner an deutschen Flughäfen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) schickt den elektronischen Körperscanner zurück ins Labor. Grund: Eine immense Fehlerquote - sogar bei Schweißflecken schlugen die Geräte Alarm.

Auf freiwilliger Basis wurden am Hamburger Flughafen während einer zehnmonatigen Testphase insgesamt mehr als 800.000 Testpersonen gescannt.

Wie "Merkur Online" berichtet, schlugen die Körperscanner in 54 Prozent der Fälle falsch aus. Vor allem Schweißflecken oder Falten in der Kleidung konnte der Nacktscanner nicht einordnen. Daher seien in 69 Prozent der Fälle Nachkontrollen per Hand erfolgt, so "Merkur Online". Dadurch wurden die Sicherheitskontrollen noch aufwändiger, Passagiere mussten länger warten.

Das endgültige Aus für den in Deutschland mit Skepsis betrachteten Körperscanner bedeutet das jedoch nicht. Bevor das Gerät weiter eingesetzt wird, verlangt Innenminister Friedrich zwar, dass die Software verbessert werden soll.

Im Prinzip hält Friedrich aber an dem Ziel fest, die Scanner auch in Deutschland einzuführen. Die Geräte seien grundsätzlich geeignet, die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen zu verbessern, hieß es in einer Mitteilung. Sie könnten die Sicherheit erhöhen und die Kontrollen für die Passagiere deutlich beschleunigen und komfortabler machen. Jedoch sei die Technologie noch nicht soweit ausgereift, dass die Geräte für die Praxis geeignet seien.

In Deutschland war nach einem vereitelten Terroranschlag am 25. Dezember 2009 über Detroit eine heftige Debatte über die Scanner entbrannt, die da noch als "Nacktscanner" verschrien waren. Damals hatte ein Mann an Bord einer US-Maschine versucht, das Flugzeug mit einem Gemisch aus Pulver und Flüssigkeit zu sprengen. Die üblichen Sicherheitsschleusen mit Metalldetektoren finden solche Stoffe nicht. Im Gegensatz dazu entdeckten Scanner mit hoher Treffsicherheit versteckte Keramikmesser und flüssige oder pulverförmige Sprengstoffe, hieß es aus dem Ministerium.

An europäischen Flughäfen sind die Körperscanner für Tests zugelassen. Die EU-Kommission arbeitet an einer Verordnung, die den regulären Einsatz der Scanner ermöglicht. Die Testgeräte in Deutschland arbeiten mit Millimeterwellen. Geräte, die auf Röntgenstrahlen basieren, schließt das Innenministerium wegen möglicher Gesundheitsschäden aus - ebenso Geräte, die wirkliche Nacktbilder zeigen. Die Hamburger Geräte zeigen Strichmännchen.

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51 Meinungen zu "Nacktscanner taugt nichts"

  • LEOP71
    Mittwoch, 09.05.2012, 13:03 Uhr
    bei "Tests" in jügster Vergangenheit... wurde 30x geflogen... und nich 1x "unbewaffnet!" ob scanner, einfache metalldetektor oder "persönliche" Durchsuchung! gefunden wurde nix! egal ob in Europa inkl. D, F, I, UK oder USA! CA ALLES Augenwischerei! Körper naher Sprengstoff, vorallem neu Entwiklungen sind nicht aufzuspühren denn diese kenntja noch keiner! Ergo wo nach soll gesucht werden?
  • tagauch01
    Freitag, 04.05.2012, 08:06 Uhr
    @lno370 „was richtig übersetzt Körperscanner heissen würde“; also wenn, dann schon bitte ganz übersetzen, dann heißt es „Körperabtaster“
  • Harka
    Mittwoch, 18.04.2012, 07:11 Uhr
    Ich denke da immer wieder an den Fernsehbeitrag, als ein Gegner der Scanner sich scannen lies und vom Hersteller für sicher befunden wurde, er aber anschließen ein halbes Kilo Termit auspackte, welches die Scanner nicht fanden.
  • Carinja
    Freitag, 17.02.2012, 17:01 Uhr
    Ach, das ist nur auch wieder sowas, was die Menschheit nicht braucht - aber ganz bestimmt verdient irgendwer daran ganz viel. Außerdem halten Politiker wie auch andere Menschen gern an irgendeinem Unsinn fest, nur um nicht zugeben zu müssen, dass sie von Anfang an was falsch gesehen haben. Macht ja nichts, kostet ja sicher nur den Steuerzahler was.
  • Tasko
    Donnerstag, 16.02.2012, 15:41 Uhr
    @lno370 "Der Begriff "Nacktscanner" ist ein typisches Produkt von deutscher Panikmache." Nicht zuende gelesen? Da steht "Geräte, die auf Röntgenstrahlen basieren, schließt das Innenministerium wegen möglicher Gesundheitsschäden aus - ebenso Geräte, die wirkliche Nacktbilder zeigen." Genau das war anfangs der Fall. Naja, keine echten HD-Aktbilder, aber ziemlich deutliche Konturen. Wenn ich mich recht erinnere, war die Qualität besser als bei dem Bild im Artikel. Und das würde den Begriff "Nacktscanner" durchaus rechtfertigen.
  • lno370
    Sonntag, 15.01.2012, 11:12 Uhr
    Das Grät heißt "body scanner" was richtig übersetzt Körperscanner heissen würde. Der Begriff "Nacktscanner" ist ein typisches Produkt von deutscher Panikmache. Trotzdem wenn er nichts taugt dann weg damit.
  • kto
    Sonntag, 15.01.2012, 09:23 Uhr
    Schon der vorhergehende Innenminister hat dieses Gerät hochgelobt, nun will auch der derzeitige daran festhalten. Wen wundert das? Die Leute, die am wenigsten Ahnung von soetwas haben, bekommen letzten Endes immer Recht. Deswegen sind sie doch auch Politiker geworden, und wenn sie die größte Sch..... verzapfen, sie haben Recht. Die fragen doch auch nicht danach, was das alles kostet. Wenn Gerät nicht einmal ein Stofffalte oder ein Schweißfleck von allen anderen unterscheiden kann, dann gehört es auf dden Schrott und der so allwissende Minister gehört zu Hartz 4.
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