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06.02.2012, 17:05 Uhr

Food & Wine Trail in Wanaka: Neuseelands Obstgarten

Wanaka (dpa/tmn) - Klettern, Kajak, Bungee, Ski, Berge, Meer: Meist sind das die Gründe, um Neuseeland zu bereisen. Weil sich aber selbst sportliche Besucher ernähren müssen, ist es erfreulich, dass sich Sport neuerdings trefflich mit Essen und Trinken verbinden lässt.

Schon die Anfahrt von der Pazifikküste zum Städtchen Wanaka im Herzen der neuseeländischen Südinsel führt durch einen einzigen Obstgarten. Gleich am Straßenrand werden Kirschen, Äpfel und Aprikosen in Papiertüten oder zu frischem Eis verarbeitet verkauft.

Der Highway Nummer Sechs führt weiter zu dem 5000-Einwohner-Ort Wanaka am gleichnamigen See. Die Gegend hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bemerkenswerten Weinanbaugebiet gewandelt. Der schönste Weinberg liegt direkt am Lake Wanaka und heißt Rippon. Beste Lage am Nordhang - auf der Südhalbkugel ist das die Sonnenseite. Unterhalb der Reben beginnt direkt der See, und weil hinter diesem wiederum die Berge aufsteigen, regnen sich sämtliche Wolken zuverlässig über den Rippon-Trauben ab.

"Wir wollen einen Wein machen, der sich von anderen unterscheidet", sagt Winzer Nick Mills. Detailreich, präzise und klar seien seine Weißen, sagt Mills, und das liege vor allem am Schieferboden. Wer dem Weinkenner-Jargon nicht traut, überzeugt sich selbst im Rippon-Besucherzentrum, kostet blumigen Gewürztraminer oder frischen Riesling und sollte nicht weiterfahren, ohne wenigstens eine Flasche einzupacken.

Mindestens zwei Möglichkeiten gibt es, diese von ihrem Inhalt zu befreien. Die bequeme Variante ist eine Wanderung durch die Reben bis zum Ufer des Sees, an dem ein kleiner Weg verläuft. Dort auf einer Bank sitzend den Wein zu entkorken, gewährt einen bezaubernden Blick auf die bewaldete Ruby Island und die kahlen Gebirgszacken dahinter.

Eindrucksvoller, allerdings auch aufwändiger ist es, die Flasche einstweilen in den Rucksack zu packen und ein paar Kilometer nordwestlich von Wanaka auf den 1600 Meter hohen Roys Peak zu wandern. Auf den ersten Blick wenig reizvoll, führt der Weg etwa zweieinhalb Stunden lang Kehre um Kehre über die graubraune Bergflanke hinauf. Dann erst erreicht man den Kamm und hat plötzlich eine beeindruckende Sicht: Nach Nordwesten hin sprenkeln Hügel, Landzungen, hell- und dunkelblaue Seen die Strecke bis zu den weißen Flanken der Alpen, und darüber spannt sich, von Wolkenfetzen betüpfelt, der weite neuseeländische Himmel.

Mit dieser Aussicht geht es eine weitere Stunde auf dem Grat bis zum Gipfel. Da ist es spürbar kühler als unten, aber wer eine Jacke eingepackt hat, sollte sich der mitgebrachten Flasche spätestens jetzt widmen. Der Abstieg ist weniger anstrengend, dauert aber lange genug, um sich erste Gedanken über das Abendessen zu machen.

Gut, dass die Neuseeländer Alternativen zur fleisch- und fettlastigen, gleichwohl Tea Room genannten Imbissbude entwickelt haben. Selbst im kleinen Wanaka gibt es eine Handvoll besuchenswerter Restaurants. Das "White House" etwa, namensgemäß getüncht, palmenumstanden, ist mit einem bezaubernden Garten und mediterraner Küche gesegnet: zum Beispiel geräucherte Muscheln auf Linguine oder parmesanüberbackene Aubergine. Es versteht sich - trotz europäischer Küche - von selbst, dass als Begleitung nur der ortseigene Wein infrage kommt.

Informationen:

Lake Wanaka i-SITE Visitor Centre: The Log Cabin, 100 Ardmore Street, Wanaka, New Zealand; Telefon: 0064/34 43 12 33.

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5 Meinungen zu "Neuseelands Obstgarten"

  • Harry1972
    Dienstag, 14.02.2012, 07:06 Uhr
    @ Wildkaetzchen246 Weißt Du, es gibt durchaus Menschen, die sich der Tatsache bewusst sind, daß auch ein getrunkenes Glas Wein bereits unter Drogenkonsum fällt. Mein erster Beitrag zielte darauf ab, daß eine allgemein anerkannte Droge wie Alkohol mal wieder verharmlosend dargestellt wird und um das deutlich zu machen, habe ich gesagt, daß Reisetipps zu den schönsten Marihuanaplantagen Entsetzen hervorgerufen hätten. Ich habe also weder behauptet, daß Alkoholkonsumenten grundsätzlich drogenabhängig sind, noch habe ich gesagt, daß neuseeland grässlich ist. Wo also ist Dein Problem?
  • Wildkaetzchen246
    Montag, 13.02.2012, 17:18 Uhr
    harry weißt du, es gibt durchaus menschen, die mit alkohol umgehen können und selbst entscheiden können, wann sie sich ein glas gönnen und wann nicht! ich hab den artikel gelesen und so schlimm fand ich das jetzt nicht, was da stand. wenn eine weinprobe in deutschland beworben wird, dann wird das weintrinken auch beschrieben. und das ist eben neusselands weinanbaugebiet und auch dort kann man weinproben machen. ich kenne die gegend in neusseland, es ist wunderschön da, wie eigentlich alles dort. neuseeland gehört wirklich zu den fazinierensten ländern der welt!
  • Harry1972
    Sonntag, 12.02.2012, 15:23 Uhr
    @ prinzess2011 Hast Du den Artikel nicht gelesen? Da geht es um Weinberge und dem Leser wird empfohlen, sich mit einer Flasche Wein auf eine schöne Wanderung zu begeben, den Wein zu trinken und abends im Restaurant wieder Wein zu bestellen. Hier ist Wein die Droge, nicht Marihuana, falls Du es nicht mitbekommen hast. Alkohol ist eine Droge, wenn auch eine legale Droge und ich habe angemerkt, daß ich es komisch finde, wie selbstverständlich der Drogenkonsum (Alkohol) hier beworben wird. Jetzt kapiert?
  • prinzess2011
    Sonntag, 12.02.2012, 15:17 Uhr
    ich war selber 2011 für viereinhalb wochen in neusseeland unterwegs und nichts von drogenkonsum und marihuanaplantagen o.ä. mitbekommen. völliger blödsinn was harry 1972 da schreibt. im gegenteil ich habe mich in land und leute verleibt. und würde jederzeit wieder hinfahren.
  • Harry1972
    Dienstag, 07.02.2012, 17:49 Uhr
    Wie selbstverständlich hier mal wieder der legale Drogenkonsum beworben wird. Kipp Dir ne Pulle Wein hinter die Binde und torkel ins nächste Restaurant, wo es Nachschub gibt. Dauerbreite Neuseeland-Urlauber willkommen. Reisetipps zu den schönsten Marihuanaplantagen würden großes Entsetzen hervorrufen.
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