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18.07.2013, 14:29 Uhr

Umfrage: CSU mit Chancen auf absolute Mehrheit in Bayern

Es wäre fast wie zu den seligen Zeiten eines Franz-Josef Strauß: Die CSU könnte bei der bayerischen Landtagswahl am 15. September die absolute Mehrheit zurückerobern - zumindest was die Anzahl der Sitze im Landtag anbelangt. Auch wenn eine Rückkehr zu den 50 Prozent plus x, die zu Zeiten von Strauß das erklärte Ziel der CSU bei jeder Wahl waren, unwahrscheinlich ist: Den ungeliebten Koalitionspartner FDP dürfte die CSU offenbar loswerden können. Und der SPD droht trotz ihres Spitzenkandidaten Christian Ude ein erneutes Debakel.

Die CSU und Ministerpräsident Horst Seehofer können laut dem aktuellen BayernTrend mit 47 Prozent der Wählerstimmen rechnen. Das würde für eine absolute Mehrheit der Mandate reichen, denn das potenzielle Dreier-Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern (FW) kommt laut der Umfrage nur auf 41 Prozent - 18 Prozent für die SPD, 15 Prozent für die Grünen und acht Prozent für die Freien Wähler.

Die FDP würde mit drei Prozent den Wiedereinzug in den Landtag klar verfehlen. Auch die Linke erhielte derzeit nur drei Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "infratest dimap" im Auftrag des Politikmagazins "kontrovers" des Bayerischen Rundfunks.

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Mit 18 Prozent befände sich die Bayern-SPD auf dem katastrophalen Niveau von 2008, als sie bei der Landtagswahl auf nur 18,6 Prozent kam - das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte in Bayern. Der erhoffte positive Ude-Effekt wäre demnach wirkungslos verpufft. Auch der direkte Vergleich mit Seehofer fällt schlecht für Ude, derzeit immerhin Oberbürgermeister von München, aus: Bei einer Direktwahl würden 57 Prozent Seehofer wählen, Ude nur 35 Prozent.

Die Verwandtenaffäre und der Skandal um Hubert Haderthauer, Ehemann der CSU-Sozialministerin, der im Gefängnis Modellautos von einem verurteilten Mörder fertigen ließ, haben Seehofer & Co. also offenbar nicht geschadet. Gerade die Verwandtenaffäre hatte bei Seehofer und der CSU-Spitze für hektische Betriebsamkeit geführt - doch die Angst vor dem Wählerzorn war offenbar unbegründet.

Die bayrische SPD hat wie die Kollegen im Bund riesige Chancen liegen lassen, den politischen Gegner vor sich herzutreiben - und der wenig charismatisch auftretende Ude leistete keinen messbaren Beitrag. Oder haben sich die bayrischen Wähler über die langen Jahre der CSU-Herrschaft so sehr an den Filz gewöhnt, dass sie einfach nichts mehr schockieren kann? (jfi)

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