Das Leben nach der Politik
Manfred Kanther
Die Frage "Was wurde aus Manfred Kanther?" ist nicht leicht zu beantworten. Nach dem Urteil zum CDU-Schwarzgeld-Prozess im September 2007 ist es still um den ehemaligen Innenminister geworden. Den Angaben der Rechtsanwalt-Suchmaschine "McAdvo" zufolge ist der gebürtige Schlesier noch als Jurist aktiv.
Trotz schwarzer Kassen und rechtsgültiger Verurteilung feierte die Wiesbadener CDU 2008 laut "Frankfurter Rundschau" dennoch ihren prominenten Mitstreiter: Manfred Kanther konnte auf 50 Jahre CDU-Mitgliedschaft zurückblicken. Laudator Gottfried Milde lobte in seiner Ansprache das "Herzblut" des Jubilars, mit dem er sich für die Partei eingesetzt habe. Weil er für die CDU in Hessen Bestes gewollt und viel erreicht habe, habe Kanther "Schwierigkeiten bekommen".
Zusammen mit Horst Weyrauch und Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein hatte Manfred Kanther in der Schweiz ab 1983 schwarze Konten angelegt, um Parteiaktivitäten zu finanzieren. Die Gelder tarnte das Trio als jüdisches Vermächtnis. Die wirkliche Herkunft der Finanzen konnten die Gerichte nicht eindeutig klären. Anfang 2000 war die Veruntreuung aufgeflogen.
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