Das Leben nach der Politik
Ronald Schill
Vor seiner politischen Karriere war Ronald Schill Insidern als "Richter Gnadenlos" bekannt. Der Jurist war laut "Spiegel" dafür berüchtigt, drastische Urteile zu fällen. 1999 musste sich Schill sogar wegen Rechtsbeugung selbst verantworten, weil er Beschwerden von Häftlingen nicht weitergeleitet haben soll. Im Dezember 2001 sprach ihn das Hamburger Oberlandesgericht von diesem Vorwurf jedoch frei.
Da war Schill durch den Wahlerfolg der "Rechtsstaatliche Offensive" schon Zweiter Bürgermeister der Hansestadt. Seine Partei stand für die Bekämpfung von Kriminalität, die Schill mit 250 neueingestellten Polizeibeamten stark eindämmen wollte. Die geplante Halbierung der Zahlen gelang ihm aber nicht. Hamburgs Regierungschef Ole von Beust beendete im August 2003 mit einem Rauswurf die politische Karriere von Schill abrupt.
Schon 2002 waren erste Medienberichte über Richter Gnadenlos aufgetaucht, nach denen Ronald Schill Kokain geschnupft haben soll. Mit einer Haarprobe konnte er zwar die Gerüchte entkräften, doch verstummten die Vorwürfe nicht. Im März 2008 präsentierte schließlich die "Bild"-Zeitung ein Video, in dem offensichtlich zu sehen ist, wie der Hamburger Kokain schnupft.
Nach der Niederlage bei den Bürgerschaftswahlen 2004 tauchte Ronald Schill unter. Paparazzi sollen den Juristen in Südamerika entdeckt haben, wo er bis heute leben soll..
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