Morgendliches Tief kann auf Depression hinweisen
Nachts liegt man häufig wach, morgens ist man zutiefst verstimmt: Möglich, dass es sich hier um eine Depression handelt. Betroffene können nicht abschalten, liegen in der Nacht grübelnd im Bett und finden keinen erholsamen Schlaf, erläutert Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater in Krefeld. Morgens fühlten sie sich kraftlos und erschöpft. Zwar bessere sich dies im Laufe des Tages, doch fehle es an Antrieb, Energie und Ausdauer, um alltägliche Aufgaben zu bewältigen.
Neben Schlafstörungen klagten depressive Menschen auch über Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen, Kreislauf-Störungen, Druck- und Engegefühl in der Brust oder Magen-Darm-Probleme. Meist wird laut Roth-Sackenheim keine organische Ursache gefunden, gleichzeitig aber auch nicht an eine psychische Erkrankung gedacht.
Dabei lassen sich Depressionen gut mit Psychotherapie, antidepressiven Medikamenten oder einer Kombination von beidem behandeln. Ohne professionelle Hilfe bestehe die Gefahr, dass Betroffene in Isolation geraten und weitere Störungen wie Suchterkrankungen entwickeln.
2 Meinungen zu "Morgentief eine Depression?"
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Mareikchen
Sonntag, 05.02.2012, 07:26 Uhr Morgentiefs alleine sind ein bisschen wenig für eine Depression, die eine ernsthafte Erkrankung darstellt. Sich am Morgen nicht toll zu fühlen, kennt fast jeder. Depressiv ist er deshalb noch lange nicht. -
PsychologieBachelor
Samstag, 04.02.2012, 14:12 Uhr Nur antidepressive Medikamente ohne Therapie werden nach dem heutigen Stand der Forschung nicht mehr empfohlen. Beim Absetzen der Medikamente kann es ohne Therapie häufiger zu Rückfällen kommen. Die Selbstregulationsfähigkeiten sollen in der Therapie ja dauerhaft ausgebaut werden. Aber nicht jeder Mensch muss eine langwierige Analyse machen. Auch Kurzzeittherapien oder Verhaltenstherapien sind für Viele sehr geeignet.
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