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20.07.2012, 09:30 Uhr

Multiple-Sklerose-Medikament: Keine Auswirkung auf Krankheitsverlauf

Ein gängiger Wirkstoff, der bei Multipler Sklerose (MS) eingesetzt wird, erfüllt möglicherweise nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Anders als bislang gedacht verlangsamen Beta-Interferone den Krankheitsverlauf doch nicht. Zu diesem Schluss kamen kanadische Forscher.

In die Untersuchung flossen Daten von insgesamt 2656 MS-Patienten ein, die entweder mit Beta-Interferonen behandelt wurden oder bislang keine Behandlung erhalten hatten. Beta-Interferone sind das am meisten verwendete Arzneimittel bei der schubförmig-wiederkehrenden Form der MS. Dabei wechseln sich symptomlose Phasen mit Phasen ab, in denen neue Beschwerden auftreten, alte zurückkommen oder sich sogar verschlechtern. Die Mehrheit der MS-Patienten, nämlich 85 Prozent, leidet darunter.

Im Vergleich mit den nichtbehandelten Studienteilnehmern zeigte sich, dass die Einnahme von Beta-Interferon keinen Einfluss darauf hatte, wie die Krankheit fortschritt. Die Wissenschaftler warnen allerdings davor, Arzneimittel aufgrund dieser Ergebnisse abzusetzen. Denn sicher ist, dass der Wirkstoff sehr nützlich ist, um Rückfälle zu verhindern. "Wir können jetzt allerdings realistischer als bislang einschätzen, wie sich diese Präparate auf die Langzeitprognose der Patienten auswirken", so Studienleiterin Helen Tremlett.

Blutkreislauf

Forscher entdeckten jetzt den wahren Schuldigen für verkalkte Arterien. >

Da es möglicherweise trotzdem MS-Kranke gibt, die langfristig von Beta-Interferonen profitieren, arbeiten die Forscher nun einer neuen Studie. Damit wollen sie versuchen, diese Patienten zu identifizieren. Die Ergebnisse scheinen auch eine relativ neue Annahme zu bestätigen: Die Anzahl oder Schwere der Rückfälle sagt demnach nichts über die Krankheitsprognose aus. Offenbar gibt es weitere Mechanismen, die dafür eine Rolle spielen. (kr)

Quelle: Tremlett H et al. Association Between Use of Interferon Beta and Progression of Disability in Patients With Relapsing-Remitting Multiple Sclerosis JAMA. 2012;308[3]:247-256

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Alle News vom: 20. Juli 2012 Zur Übersicht: Gesundheit

3 Meinungen zu "MS-Medikament wirkt gar nicht"

  • MollyMalone67
    Mittwoch, 25.07.2012, 14:39 Uhr
    @marabioso: Und der Osterhase legt bunte Eier, wie auch der Zitronenfalter Zitronen faltet...
  • DocArnold
    Freitag, 20.07.2012, 14:59 Uhr
    ...klaro marabioso,der Klapperstorch bringt die Kinder, und Kuhfladen auf meine Glatze gelegt bewirkt neue Haarbracht...
  • marabioso
    Freitag, 20.07.2012, 14:07 Uhr
    Für Interessierte: Die Naturkunde löst das Problem grundlegend msayurveda.com Mittlerweile 100 Patienten, davon 65% komplett dauerhaft symptomfrei und 100% ohne Schübe.
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