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04.02.2012, 10:02 Uhr

Was Sie über Krebs wissen sollten

Krebs zählt zu den häufigsten Todesursachen unserer Gesellschaft. Alles über die Ursachen, Diagnose- und Behandlungsverfahren von Krebs.

Wie häufig ist Krebs?

Krebs tritt meistens bei Menschen in höherem Lebensalter auf. Das mittlere Erkrankungsalter zum Zeitpunkt der Diagnose liegt bei Frauen bei 69, bei Männern bei 68 Jahren.

In Deutschland erkrankten im Jahr 2010 etwa 450.000 Menschen neu an Krebs.

Häufigste Todesursachen

Die häufigste Todesursache mit über 40 Prozent aller Sterbefälle sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

An zweiter Stelle der Todesursachen-Statistik stehen Krebserkrankungen. Darmkrebs ist insgesamt die häufigste Krebsart hierzulande. Der häufigste Krebs bei Männern ist Prostatakrebs, bei Frauen Brustkrebs. An zweiter und dritter Stelle folgen bei beiden Geschlechtern Darmkrebs und Lungenkrebs.

Krebs ist kein Todesurteil

Krebserkrankungen sind häufiger geworden. Hauptgrund dafür ist die steigende Lebenserwartung. Außerdem wird so mancher Krebs erst durch die verbesserte Diagnosetechnik erkannt. Insgesamt sinkt aber die Zahl der Patienten, die an Krebs sterben, da die Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen einen guten Schutz bieten. Mit einer Ausnahme: Es sterben mehr Frauen an Lungenkrebs. Der Grund: Es rauchen mehr Frauen. Zudem gibt es hier keine geeigneten Früherkennungsmaßnahmen.

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Wird der Krebs früh erkannt und behandelt, ist in vielen Fällen eine Heilung möglich. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind daher ein Muss. In späten Stadien lässt sich Krebs oft nicht mehr heilen. Dennoch kann man in manchen Fällen das Fortschreiten der Erkrankung für einige Zeit aufhalten. Einige Krebserkrankungen kann man überhaupt erst dann erkennen, wenn sie schon so weit fortgeschritten sind, dass keine Therapie mehr möglich ist. Dazu gehören zum Beispiel bestimmten Formen von Lungenkrebs sowie Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Krebsursachen

Die genauen Ursachen von Krebs sind trotz intensiver Forschung noch immer unbekannt. Wahrscheinlich spielen bei der Krebsentstehung eine Vielzahl von Risikofaktoren eine Rolle.

Nach neuesten Erkenntnissen sind eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und regelmäßige Bewegung der beste Schutz vor Krebs. Nutzen Sie auch regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen.

Risikofaktor

Rauchen ca. 30 % Mundhöhlenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs
Ernährungsgewohnheiten ca. 30 % Mundhöhlenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kehlkopfkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs
Berufliche Exposition ca. 6 % Lungenkrebs, Harnblasenkrebs
Genetische Vorbelastung ca. 5 % Augentumoren, Darmkrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs
Infektionen ca. 5 % Leberkrebs (Hepatitis B und C Viren), Gebärmutterhalskrebs (Papilloma-Viren), Lymphome (Epstein-Barr-Virus), eine bestimmte Leukämie (HTL-Virus-1), Magenkrebs (Helicobacter pylori)
Übermäßiger Alkoholgenuss ca. 3 % Mundhöhlenkrebs, Rachenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kehlkopfkrebs, Leberkrebs
Schadstoffbelastung ca. 2 % Lungenkrebs

Andere Faktoren wie Medikamente oder Strahlung liegen unter 1%

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Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung: Todesursachen (www.bpb.de; Abruf: 29.07.2011)

Gesundheitsberichterstattung des Bundes (www.gbe-bund.de; Abruf: 29.07.2011)

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (www.krebsinformationsdienst.de; Abruf: 29.07.2011)

Robert Koch-Institut: Krebs in Deutschland. 7. Auflage 2010

Statistisches Bundesamt (www.destatis.de; Abruf: 29.07.2011)

Robert Koch-Institut: Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland. Entwicklung der Prävalenzen zwischen 1990 und 2010. Berlin 2010

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2 Meinungen zu "Krebs: Ein Todesurteil?"

  • hausi74
    Montag, 06.02.2012, 11:02 Uhr
    Glückwunsch für Dich grkoe48. Ich habe mal das u. a. YT-Video geschaut und nachgedacht. watch?feature=player_detailpage&v=DuidG6hNCrk Mir wurde nämlich auch schon mal "eingeredet", ich habe Krebs. LEBE aber nun schon 5 Jahr mit dieser "Diagnose" vollkommen ohne Beschwerden.
  • grkoe48
    Samstag, 04.02.2012, 13:44 Uhr
    Bin selbst ein Beispiel dafür, daß Krebs im Frühstadium sehr wohl heilbar ist. War an Prostatakrebs erkrankt und bin nach erfolgreicher Operation in 2009 vollkommen genesen. Der entscheidende Punkt bezüglich der Heilungschancen war der Zeitpunkt der Diagnose. Die Krebszellen waren ausschließlich innerhalb der Prostata nachweisbar, so daß angrenzende Gewebeabschnitte noch nicht erfaßt waren. In einer mehrstündigen Operation durch ein erfahrenes Ärzteteam wurde die Prostata komplett entfernt. Eine Nachbehandlung in Form einer Chemotherapie oder Be- strahlung war nicht mehr erforderlich. In regelmäßigen Abständen gehe zu Nachsorgeuntersuchungen beim behandelnden Urologen. Ich möchte an dieser Stelle eindringlich daraufhinweisen, daß Männer im höheren Lebensalter unbedingt von der Möglichkeit der angebotenen Vorsrgeuntersuchung Gebrauch machen sollten.
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