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01.12.2011, 14:01 Uhr

Mit der Kraft der Sonne

Die Wärme der Sonne zu nutzen, ist für viele Hausbesitzer ein erster Schritt weg von den hohen Heizkosten. Thermische Solaranlagen nutzen die Wärme der Sonne für die Erwärmung von Wasser. Vor allem für Hausbesitzer ist dies interessant: Sie können im Sommer den Heizkessel meist komplett abschalten und Geld und Energie sparen. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) erklärt, auf was man achten muss.

1. Der richtige Zeitpunkt

Wer eine neue Heizung mit Solaranlage installiert, spart dauerhaft Energiekosten und hat schon im nächsten Sommer genügend Solarenergie für warmes Wasser. Dena-Bereichsleiter Thomas Kwapich: "Besonders wenn der Heizkessel sowieso erneuert wird, raten wir zum Einbau einer Solarthermieanlage. Der Austausch alter Heizungen rechnet sich übrigens oft schon, wenn sie älter als 15 Jahre sind".

2. Warmwasser oder Heizung?

Als nächstes müssen sich Hausbesitzer entscheiden, ob die Solaranlage nur das Trinkwasser erwärmen oder auch die Heizung unterstützen soll. Eine kleinere Solaranlage liefert in den warmen Monaten genug Energie, um den Trinkwarmwasserbedarf eines Hauses zu decken. Will man eine zusätzliche Heizungsunterstützung, muss die Solaranlage inklusive Speicher größer ausfallen. Allerdings benötigen Solaranlagen immer ein zusätzliches Heizsystem. Gut geeignet sind dazu beispielsweise effiziente Brennwertgeräte, Holzheizungen und in gut gedämmten Häusern auch Wärmepumpen.

3. Platz und Kosten schätzen

Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt zur Erzeugung von Warmwasser vier bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche. Will man eine Solaranlage auch für die Heizungsunterstützung, muss man mit zehn bis 18 Quadratmetern Kollektorfläche rechnen. Für die Installation von Sonnenkollektoren bieten sich Dächer an, die gen Süden ausgerichtet sind. Auch zwischen Ost und West sind alle Ausrichtungen realisierbar, dann muss die Kollektorfläche etwas größer sein. Jede Solaranlage braucht einen Speicher für die gewonnene Wärme. Solaranlagen für Trinkwarmwasser benötigen mindestens einen 300-Liter-Speicher. Für Solaranlagen, die die Heizung mit unterstützen, sind etwa 100 Liter Speichervolumen je Quadratmeter Kollektorfläche erforderlich. Damit lassen sich bis zu 20 Prozent des Heizenergieverbrauchs einsparen. Für den Einbau einer thermischen Solaranlage für Trinkwarmwasser muss man mit Kosten ab 4000 Euro rechnen, inklusive Heizungsunterstützung 8000 bis 12 000 Euro.

4. Handwerkersuche

Vergleichen spart Kosten: Die Dena rät, drei Angebote einzuholen und so einen geeigneten Handwerker zu finden. Damit die Angebote verglichen werden können, sollten alle Betriebe eine gleichlautende Anfrage erhalten. Darin sollten die anstehenden Maßnahmen so genau wie möglich beschrieben werden. Referenzen der Anbieter über durchgeführte Arbeiten können bei der Auswahl eine große Hilfe sein. So können Interessierte auch die Qualität der Arbeit vergleichen.

© Axel Springer AG

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2 Meinungen zu "Mit der Kraft der Sonne"

  • celli
    Donnerstag, 01.12.2011, 16:50 Uhr
    Das sehe ich auch so. :-)
  • hinnerhanner
    Donnerstag, 01.12.2011, 15:25 Uhr
    ...sieht aber eher nach Photovoltaik aus, was die Junx auf dem Dach montieren...
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