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01.07.2012, 15:48 Uhr

EU-Kommission bewilligt Beamten-Witwe Fahrstuhl für Weinkeller

Berlin - Die Brüsseler EU-Kommission hat der Witwe eines Beamten auf Steuerzahlerkosten einen Fahrstuhl in den Weinkeller einbauen lassen. Über diesen bizarren Fall von Steuergeldverschwendung berichtet "Bild.de" unter Berufung auf ein neues Papier der Bundesregierung.

Danach wurde der mehrere zehntausend Euro teure Fahrstuhl-Einbau ohne jede weitere Nachprüfung genehmigt. Begründung: Wegen ihrer Kniebeschwerden falle der Beamten-Witwe der Weg in den Weinkeller über die Treppe immer schwerer. Somit sei eine "wirtschaftliche Notlage" gemäß Artikel 76a EU-Beamtenstatut gegeben. Laut "Bild.de" werden in dem Papier der für Europafragen zuständigen Staatssekretäre (Auswärtiges Amt, Bundesfinanzministerium, Bundesinnenministerium) die bisherigen Vorschläge der EU-Kommission zur Reform des Brüsseler Beamtenstatuts als unzureichend abgelehnt.

Bis 2020 seien jährliche Einsparungen in Höhe von "lediglich 30 Millionen Euro" bei den Eurokraten vorgesehen, kritisiert die Bundesregierung. Berlin fordert "erhebliche Nachbesserungen". Allein angesichts der bis 2045 doppelt so hohen Pensionslasten für EU-Beamte (2,4 Milliarden Euro/Jahr) "ist ein größerer Sparbeitrag der EU-Beschäftigten und Pensionäre dringend erforderlich." Unter anderem schlagen die deutschen Europa-Staatssekretäre in ihrem Papier vor:

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- Die EU-Pensionen sollten von den Gehaltsanpassungen abgekoppelt und der von den Eurokraten zu tragende Anteil von 30 "deutlich auf 40 Prozent" angehoben werden. Bisher tragen die europäischen Steuerzahler die EU-Pensionen zu zwei Drittel.

- Die bezahlten EU-"Betriebsfeiertage" zwischen Weihnachten und Neujahr und an Brückentagen gehörten abgeschafft. Die Eurokraten sollen dafür künftig Urlaub nehmen müssen. Moniert wird, dass EU-Beschäftigte (37,5 Stunden-Woche) inklusive Reisetage, Feiertagsbrücken und Familiensonderurlaub auf bis zu 85 (!) Tage Urlaub im Jahr kommen können.

Auch die üppigen Pensionen und Gehälter sind aus Sicht der Bundesregierung deutlich zu kappen:

- Der Vorschlag der EU-Kommission, das Vorruhestandsalter auf 58 Jahre anzuheben, greife "zu kurz". Ebenso das Angebot, die Zahl der Bediensteten, die ohne Abschläge in den Vorruhestand treten können, auf fünf Prozent zu begrenzen. Bislang können EU-Beamte sich schon mit 55 pensionieren lassen, zehn Prozent sogar ohne Abschläge.

- Nicht gerechtfertigt sei, dass eine EU-Sekretärin (verheiratet, zwei Kinder) rund 8000 Euro netto monatlich verdienen könne. "Das Besoldungsniveau ist insgesamt viel zu hoch", rügen die deutschen Europa-Staatssekretäre.

Wenn es nach der Bundesregierung geht, sollen auch Flugkosten für Familien-Heimreisen nicht mehr uneingeschränkt erstattet werden – unabhängig davon, ob die Reise überhaupt angetreten wurde und wie viele Personen wirklich geflogen sind.

Alle News vom: 1. Juli 2012 Zur Übersicht: Finanzen

650 Meinungen zu "EU-Wahnsinn auf unsere Kosten"

  • touareg
    Mittwoch, 01.08.2012, 13:22 Uhr
    Auch ein Wunder könnte uns mit unseren Politikern u. Brüssel an der Spitze vorm verarmen nicht mehr retten. Denn es ist doch so, daß nur ein kleiner Klüngel verbrecherischer Elemente die ganze EU in den Untergang treibt. Wer kümmert sich denn überhaupt noch um das Volk? Ich kann diesen Wahnsinn nicht mehr begreifen.
  • regular47
    Dienstag, 03.07.2012, 14:55 Uhr
    Kein Wunder, dass die meisten EU-Staaten so hoch verschuldet sind. Schließlich müssen wir diese EU-Regierung auch noch finanzieren mit von Banken geliehenem Geld, das aus den ungeliebten Euros besteht!! Mir ist dieses künstliche Europa, das uns nur in die leeren Taschen greift und bevormundet, schon längst ziemlich unheimlich! Eigentlich staatliche Bereiche werden immer mehr privatisiert, für die eigentlichen Aufgaben, die das "Gemeinwohl" betreffen, ist kein Geld mehr da..... Wo soll denn bitte der "Nutzen" für uns Bürger sein? Ich glaube, da kann nur noch ein Wunder helfen!!!
  • W16
    Dienstag, 03.07.2012, 12:03 Uhr
    es ist mir gelungen:::: sogar menschen kennenzulernen, die ihren und ihrer familie lebensunterhalt durch Arbeit (nicht nur physikalisch definiert) zustandebringen. Na ja: Selbstbedienungsläden in der Wirtschaft (hier nehme ich Selbständige ausdrücklich aus!) funktionieren ja doch nach manus manum lavat.... oder: ein sesselfurzer ist nur deswegen ein solcher, weil er die Verbundenheit mit seinem stuhl ver- oder unversehentlich mit sekundenkleber ....also so.... ggf. auch ähnlich bussi
  • tumult
    Montag, 02.07.2012, 16:45 Uhr
    Einigkeit und Recht und Freiheit !!! "EINIGKEIT" gibt es bei den Politikern nur bei Pensionen und Diätenerhöhung, "Recht" haben die Politiker nur wenn es zu Ihrem Vorteil ist, "Freiheit" gibt es erst wenn Frau Merkel Deutschland verkauft hat!!! zum Schluss wollen wir nicht alle Beamte sein.
  • Doktormann
    Montag, 02.07.2012, 16:28 Uhr
    Die Kosten sollte denjenigen vom Gehalt abgezogen werden, die so etwas entscheiden - Ohne nachzuprüfen. Mich kotzt diese Selbstbedienung derart an. Im EU "Apparat" ließe sich leicht das einsparen, was die gesamte Schuldenlast der Mitglieder ausmacht.
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