Polizeigewerkschaft will "Troika" festnehmen
Nach Ansicht der Gewerkschaft versucht die "Troika", mit den harten Sparmaßnahmen die demokratische Ordnung umzuwerfen. Zudem versuche sie, die "nationale Souveränität" zu verletzen und vom griechischen Volk wichtige Güter zu rauben. "Wir warnen Sie, dass wir die sofortige Ausgabe von Haftbefehlen fordern werden", heißt es unter anderem in einer schriftlichen Erklärung, die an die Troika-Vertreter geschickt wurde. Zudem wurde ein Flugblatt verteilt, auf dem "Wanted" (gesucht) stand und das für die Festnahme der "Troikaner" einen Euro als Belohnung in Aussicht stellte.
Unterdessen wächst in Griechenland der Widerstand gegen die neuen Sparanstrengungen im Kampf gegen die Staatspleite. Während ein zweitägiger Streik den öffentlichen Verkehr im Land weitgehend lahmlegte, kam es im Zentrum Athens zu Zusammenstößen zwischen Autonomen und der Polizei.
Bei den Auseinandersetzungen in der Hauptstadt lösten sich rund 200 Gewaltbereitete aus der ansonsten friedlich demonstrierenden Masse und warfen Steine und Brandflaschen auf die Polizisten, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die Ordnungshüter setzten Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Angaben zu Verletzten lagen zunächst nicht vor. Nach Schätzungen der Polizei waren rund 11 000 Menschen auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs.
Aus Protest gegen das neue Sparprogramm hatten die größten Gewerkschaftsverbände zudem zu einem 48-stündigen Streik aufgerufen, der am Freitag begann. Vor allem der öffentliche Verkehr wurde weitgehend lahmgelegt. Tausende Menschen mussten zu Fuß zur Arbeit gehen. Ministerien und staatliche Unternehmen blieben größtenteils geschlossen. In Athen fuhren keine Busse und Bahnen. Auch zu den Inseln gab es keine Fährverbindungen. Bis Sonntag sind zudem mehrere Demonstrationen geplant.
Mit Blick auf die bevorstehenden Einschnitte rief Finanzminister Evangelos Venizelos die Menschen dazu auf, sich zu überlegen, dass die Alternative zu den harten Maßnahmen der finanzielle Untergang sei.
Die geplanten Einschnitte sehen unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie Entlassungen von 150 000 Staatsbediensteten bis 2015 vor. Bis dahin soll Griechenland 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein. Das Sparprogramm ist Voraussetzung dafür, dass das Euro-Sorgenkind neue Milliarden-Hilfen bekommt. Andernfalls ist Griechenland bis Ende März pleite.
Die Euro-Finanzminister hatten Griechenland weiter unter Druck gesetzt und ihren Beschluss für das neue Hilfsprogramm am späten Donnerstagabend auf kommenden Mittwoch vertagt. Nur wenn Athen innerhalb einer Woche mehrere Bedingungen erfüllt, kann Griechenland mit dem dringend benötigten zweiten Rettungspaket von mindestens 130 Milliarden Euro rechnen. Notwendig ist zudem noch ein freiwilliger Schuldenschnitt im Volumen von 100 Milliarden Euro, auf den sich die privaten Gläubiger wie Banken mit Athen einigen müssen.
534 Meinungen zu "Neue Krawalle in Athen"
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Fatima
Freitag, 17.02.2012, 17:36 Uhr Die Griechen sollen nach dem Muster der DDR abgewickelt werden. Jetzt hängen die Leute am Tropf von Ämtern. Mathematisch hatte man die DDR Mark halbiert, die Rentenpunkte ebenfalls,dann den Immobilienwert zum DDR Preis berechnet und verkauft. Nach der Wende kletterte dann der Immobilienpreis mit samt aller Mieten in ungeahnte Höhen, ohne die DDR Rententitel mit der Zunahme von Rentenerträgen aus Immobiliengeschäften und erhöhten Mieteinnahmen mit zu berechnen.Da wurde dann nur noch die halbierten Einkünfte aus Lohn und Arbeit angerechnet und den Rentnern eine Halbierung der Renten zugemutet. Für 45 Jahre Arbeit 680 Euro Rente angerechnet! Eine Pflegestufe NUll kostet im Altersheim dann schlappe 1750 Euro. Für das Geld,damit die Rente das im Alter bezahlen kann, hätten eine Seketärin oder Arzthelferin 120 Jahre in Vollzeit arbeiten müssen. Die Rententitel bekamen nachhaltig keine Nachkalkulation im Immobilien und Mietsektor. Damals zahlte man Miete für 50 euro für eine 3-Raum Wohnung. Jetzt bezahlt der Rentner für ein Heimbett 60 Euro täglich und hat keine Wohnung mehr. Mathematisch wurden die Bürger beschissen, weil es nach der Wende keine Anrechnung der Immobilienentwicklung gegeben hatte. Aber vertuscht nur weiter! Daran scheitert die EU und die Finanzmärkte gehen baden. Bei so vielen Haifischen im Becken fressen die sich dann gegenseitig. -
betonhelmut1
Freitag, 17.02.2012, 17:00 Uhr Ich möchte mich über die vielen Schulden von Griechenland als Deutscher entschuldigen. Weil ich denen das 13 und 14 Monatsgehalt gönne,desweitern für jeden Beamten einen Dienstwagen kostenlos,sowie die Steuerbefreiung von allen Griechen ohne Antrag. Wir haben als Deutsche Bürger noch viel mehr!!!! Wir betahlen am meistens in die EU und sind alles Nazis! Jedem das Seine! Daher keine Unterstotzung für die armen Griechen!
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Der Countdown zur EURO 2012 läuft...

