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06.02.2012, 15:45 Uhr

Vor Assessment Center eigene Rolle überlegen

Berlin (dpa/tmn) - Bewerber sollten sich im Vorfeld darüber klar werden, welche Rolle sie in einem Assessment Center spielen wollen. "Es reicht nicht aus, authentisch und natürlich zu sein", sagt der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin.

Bewerber müssten vor einem Assessment Center genau überlegen, in welcher Rolle man sich zeigen möchte: Als junger Hochschulabsolvent könne man sich etwa überlegen, ob man sich als Professor in spe präsentiert, der gerne forscht, oder ob man eher der praktische Typ ist, der die Ärmel hochkrempelt und anpackt. In jedem Fall müsse die ausgesuchte Rolle zum eigenen Typ passen. Das rät Jürgen Hesse.

Bewerber sollten sich immer vor Augen halten, worum es im Assessment Center geht. "Das Unternehmen will vor allem den Bewerber als Menschen kennenlernen." Die Firma wolle an den Auswahltagen herausfinden, wie sich der Bewerber im Umgang mit anderen präsentiere und wie Mitbewerber auf den Kandidaten reagieren. Daher sollten Bewerber sich im Vorfeld überlegen, was die Personaler für ein Verhalten erwarten. An diesen Erwartungen richte man die eigene Rolle idealerweise aus.

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Außerdem sollten die Teilnehmer bis zum Ende des Auswahlverfahrens vorsichtig sein. Auf keinen Fall darf man zu früh entspannen, warnt Jürgen Hesse. Denn auch wenn Bewerbern versichert werde, das Ende des Auswahlverfahrens sei nun für sie erreicht, könne noch eine abschließende Stellungnahme gefordert werden. Die abschließende Stellungnahme sei Teil des Spiels, sagt er. Viele Bewerber machen jedoch den Fehler, zu entspannen, wenn ihnen gesagt werde, dass es nun vorbei ist. Das ist jedoch oft eine Falle. Besser sei es daher, bis zur Abreise aufmerksam zu sein.

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2 Meinungen zu "Authentizität ist nicht alles"

  • Schmetterling99
    Dienstag, 21.02.2012, 16:29 Uhr
    Als ehemaliger Personalleiter mit Erfahrungen zu den ACs kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Wenn Bewerber eingeladen werden die bereits im Vorfeld auffällig wurden hat entweder die Fachabteilung versagt oder es gab schlicht keine besseren Kandidaten (was ebenfalls tief blicken lässt). Wer heute noch auf dressierte Affen setzt will betrogen werden und wird es auch. Das Wertebild der Personalverantwortlichen hat sich inzwischen gewandelt. Wer nur die perfekten Kandidaten sucht ist ein Narr. Gerade an und mit jungen Nachwuchskräften muss man gezielt arbeiten. Es ist Hochmut, als erfolgreiches Unternehmen aufzutreten wie ein Standesfürst. Das AC hat doch auch noch ganz andere Ziele- den Organisationsgrad eines Kandidaten, seine Belastbarkeit etc. Was hat das bitte mit Authentizität zu tun? Wieder mal so ein unsinniger Beitrag vom Betreiber hier. Kopfschüttelnde Grüße vom Schmetterling
  • Lane
    Dienstag, 07.02.2012, 14:12 Uhr
    Genau - und diese Rolle muss man dann immer weiterspielen - als ob DAS erstrebenswert wäre! Authentizität muss oberste Priorität sein - entweder man ist dem Job gewachsen oder eben nicht. Alles andere ist nur ein Schauspiel - und das fällt irgendwann nunmal auf, niemand kann ständig eine Rolle spielen. Und das ist gut so!
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