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10.02.2012, 10:00 Uhr

Brachial und doch gediegen in Kooperation mit Auto-News

Wir gehen zum Parkplatz - und schauen zunächst ungläubig: Das soll der stärkste Porsche Panamera sein? Das Auto vor uns sieht aus wie jeder andere Panamera. Fast zumindest. Denn äußerlich unterscheidet sich das Topmodell lediglich durch Schwellerverkleidungen, serienmäßige 20-Zoll-Räder und einen Turbo-S-Schriftzug am Heck von seinen schwächer motorisierten Geschwistern. Den automatisch ausfahrenden Heckspoiler, der sich in der Mitte teilt und nach außen schiebt, hat zumindest auch der 50 PS schwächere Panamera Turbo. Wir starten den Motor. Ein kurzes, durchdringendes Aufheulen, dann säuselt der 4,8-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung dezent vor sich hin. Und geht beim ersten Halt an der Ampel aus. Das Start-Stopp-System - selbst bei Porsche gehört es mittlerweile dazu.

Nicht gerade übersichtlich

Ganz kommod und entspannt lässt sich das über zwei Tonnen schwere und 4,97 Meter lange Gefährt durch die Stadt steuern, auch wenn Übersichtlichkeit nicht zu den Stärken dieses Autos gehört. Fahrer und Passagiere fühlen sich von der ersten Minute an wohl in der Kabine des straff, aber nicht unkomfortabel gefederten Panamera Turbo S. Auf allen vier Einzelsesseln sitzt man gemütlich, Platz ist ebenfalls genug vorhanden. Die serienmäßige Bi-Color-Lederausstattung, poliertes Aluminium, lackiertes Edelholz - das Innenraum-Ambiente ist vom Allerfeinsten. Einzig die breite, ansteigende Mittelkonsole mit ihrer Vielzahl an Knöpfen und Schaltern ist etwas unübersichtlich geraten.

Förmliche Explosion

Dann passieren wir das Ortsschild, haben freie Fahrt und können zum ersten Mal richtig Gas geben. Jetzt explodiert der Panamera Turbo S förmlich. Die 550 PS und 750 Newtonmeter (im Overboost sogar 800 Newtonmeter) kommen verteilt auf alle vier Räder voll zur Entfaltung. Der Motor dreht bis auf 7.000 Touren hoch, dann wechselt das Doppelkupplungsgetriebe PDK blitzschnell in den nächsten der sieben Gänge. Die Sportauspuffanlage liefert auf Knopfdruck den kernig-röhrenden Sound, den wir zuvor vermisst haben. Dank "Sport Chrono Paket Turbo" können über die Sport- und Sport-Plus-Taste Motorsteuerung, Fahrwerk und Lenkung in einen noch dynamischeren Modus versetzt werden. Das Auto liegt jetzt wie ein Brett auf der Straße. Und der heftige Vortrieb scheint kein Ende zu nehmen.

28.000 Euro teurer als der Panamera Turbo

In 3,8 Sekunden sind 100 Stundenkilometer erreicht, schon nach 12,9 Sekunden knackt die Limousine die 200-km/h-Marke und erst bei Tempo 306 soll Schluss sein. 167.291 Euro und damit noch einmal fast 28.000 Euro mehr als für den Panamera Turbo verlangt Porsche für den Turbo S. Dafür gibt‘s immerhin eine reichhaltige Ausstattung. Was nicht bedeutet, dass sich angesichts der erhältlichen Optionen der Preis nicht dennoch spielend auf über 200.000 Euro treiben ließe. Ein Topmodell von Porsche kostet eben, auch wenn man es ihm nicht immer ansieht.

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1 Meinungen zu "Porsche Panamera S im Test"

  • schieber1
    Sonntag, 19.02.2012, 10:15 Uhr
    Immer werden die stärksten Benzinmodelle getestet, kann ich nichtmehr verstehen. Von dem Panamera gibt es doch auch eine Dieselversion, warum testet man denn nichtmal ein solches Fahrzeug? Groß, stark und sparsam, das ist es doch!
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